Motor

Im Rückspiegel: Der erste Seat kostete 705 Euro

  • ampnet - 16. November 2018, 15:55 Uhr
Bildergalerie: Im Rückspiegel: Der erste Seat kostete 705 Euro
Seat 1400 (1953). Foto: Auto-Medienportal.Net/Seat

.

Anzeige

Seat feiert den 65. Geburtstag seines ersten Autos: Am 13. November 1953 rollte der erste Seat 1400 mit dem amtlichen Kennzeichen B-87.223 vom Band. Das damals noch junge Unternehmen war drei Jahre zuvor gegründet worden und beschäftigte im Werk Zona Franca bei Barcelona 925 Arbeiter. Diese fertigten im ersten Produktionsjahr pro Tag lediglich fünf Fahrzeuge. Die viertürige Limousine erfreute sich zunächst sowohl als exklusives Dienstauto für staatliche Behörden als auch als öffentliches Taxi zur Beförderung der Massen größerer Beliebtheit im Land. Der Verkaufspreis betrug 117 000 Peseten - das wären nach heutigem Wechselkurs etwa 705 Euro.

Technisch war der Seat 1400 auf der Höhe seiner Zeit, mit einem längs eingebauten Frontmotor mit Kraftübertragung an eine starre Hinterachse mit Differentialgetriebe. Dank des Vier-Zylinder-Motors mit Vier-Gang-Schaltgetriebe und einem Hubraum von 1395 Kubikzentimetern sowie 44 PS Motorleistung erreichte die Limousine eine maximale Geschwindigkeit von 120 km/h.

Das Fahrwerk verfügte vorne über eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern, während die starre Hinterachse mit Schraubenfedern, hydraulischen Teleskopstoßdämpfern und Blattfedern ausgestattet war. Das war seinerzeit hochmoderne Technik.
Beim Design ließen sich seine Erbauer von ihren amerikanischen Zeitgenossen beeinflussen: davon zeugen das abgerundete Heck und die kegelförmigen Rückleuchten. Die gebogene, einteilige Windschutzscheibe und die Innenraumheizung des Seat 1400 waren hingegen neu auf dem Markt. Mit einem 48-Liter-Benzintank und einem Verbrauch von 10,5 Litern auf 100 Kilometer konnte das Fahrzeug zudem eine für die damalige Zeit beachtliche Reichweite vorweisen.

Im ersten Produktionslauf, der 1954 endete, wurden insgesamt 1345 Exemplare des ersten Seat gefertigt. Allerdings war das nur der Anfang. In den Folgejahren wurde die Fahrzeugfamilie fortlaufend modernisiert und erweitert: 1400 A (1954), 1400 B (1956) und 1400 C (1960). So gab es vom B beispielsweise eine Lieferwagenausführung namens Comercial. Hinzu kamen noch einige Sondereditionen. Mit jedem neuen Modell wurden Verbesserungen eingeführt.

1955 kam Seat bereits auf 3000 Auslieferungen, wobei die Fahrzeuge aus fast ausschließlich inländisch gefertigten Bauteilen gebaut wurden. 1956 liefen schon 7000 Fahrzeuge vom Band, im Jahr darauf 10 000 Stück. Am Ende kam der Seat 1400 auf immerhin 98 978 Einheiten. (ampnet/jri)

Die News Im Rückspiegel: Der erste Seat kostete 705 Euro wurde von ampnet am 16.11.2018 in der Kategorie Motor mit den Stichwörtern Seat 1400 abgelegt.

Weitere Meldungen

Rolls-Royce kühlt den Schampus unter Kohlefaser

Als neueste Entwicklung in seinem Bespoke-Programm präsentiert Rolls-Royce eine Champagner-Truhe. Der Korpus der Truhe besteht aus Aluminium und Carbon, ergänzt um schwarzes,

Mehr
Kommentar: Diese Folie wird euch eine Lehre sein

Der Lehrer ist ein Meister aus Deutschland, besonders, wenn es um den Straßenverkehr geht. Neuerdings tragen zahlreiche Kofferraumklappen einen Aufkleber mit dem Hinweis: ,,Bei

Mehr
Skoda spendiert der Connect-App ein Update

Skoda hat seiner Connect-App ein umfassendes Update spendiert und dabei Kundenwünsche mit berücksichtigt. Die aktualisierte Version ist für Smartphones mit Android- oder

Mehr

Top Meldungen

Tausende demonstrieren in Deutschland und Frankreich gegen Monsanto und Bayer

Tausende Menschen haben am Wochenende in Deutschland und Frankreich gegen den US-Saatguthersteller Monsanto und seinen Mutterkonzern Bayer demonstriert. In Hamburg fand am Samstag

Mehr
Tui-Chef will Konzern digitalisieren

Berlin - Tui-Chef Friedrich Joussen will den Konzern digitalisieren und die Rendite mit neuen Zimmerkategorien und Ausflügen steigern. Dank eines konzernweit einheitlichen

Mehr
NS-Zwangsarbeiter: Bahlsen-Verwaltungsratschef gesteht Fehler ein

Hannover - In der Affäre um die NS-Vergangenheit der Unternehmer-Dynastie Bahlsen hat sich der Firmen-Patriarch und Chef des Verwaltungsrats, Werner M. Bahlsen, zu Wort gemeldet.

Mehr