Wirtschaft

Porsche gibt sich bescheiden

  • Lars Wallerang - 12. November 2018, 15:15 Uhr
Bild vergrößern: Porsche gibt sich bescheiden
mid Groß-Gerau - "Wer eine Ikone erstrahlen lässt, muss nicht selber ins Rampenlicht" steht auf einem der neuen Porsche-Plakate. Vom Mitarbeiter sind nur Schuhe und die unteren Hosenbeine zu sehen. Porsche

Porsche-Mitarbeiter sind stolz. Aber sie prahlen nicht mit der eigenen Person. Im Rampenlicht steht vielmehr das Auto. Eine neue Plakat-Kampagne demonstriert Bescheidenheit.

Anzeige

Porsche-Mitarbeiter sind stolz. Aber sie prahlen nicht mit der eigenen Person. Im Rampenlicht steht vielmehr das Auto. Eine neue Plakat-Kampagne demonstriert Bescheidenheit. Das Unternehmen erhält 150.000 Bewerbungen pro Jahr und belegt regelmäßig Spitzenplätze in Arbeitgeber-Rankings.

Ganz besonderen Wert hat bei Porsche das Wir-Gefühl und das kollegiale Miteinander. Um deutlich zu machen, dass diese Werte nicht nur Lippenbekenntnisse sind, sondern wirklich gelebt werden, starten die Schwaben eine neue Kampagne. Damit will der Sportwagenhersteller besonders Studenten und Berufseinsteigern als authentischer Arbeitgeber den Alltag in Zuffenhausen näherbringen: ungeschminkt und bodenständig.

Porsche verzichtet auf gestellte Szenen, speziell ausgewählte Mitarbeiter oder Models. Mit Motiven im Reportage-Stil zeigt die Kampagne den Arbeitgeber Porsche von seiner menschlichen Seite. Die Fotos tragen bisweilen auch selbstironische Züge. Etwa, wenn unter einem 911 nur noch die Füße eines Mitarbeiters zu sehen sind und es heißt: "Wer eine Ikone erstrahlen lässt, muss nicht selbst ins Rampenlicht." An anderer Stelle steht: "Sie haben eine Schwäche für schnelle Autos? Arbeiten Sie daran." Oder aber auch: "Autos von morgen baut man nicht mit Chefgehabe von gestern."

"Wir kommen aus einer starken Position", sagt Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen der Porsche AG, "aber längst reicht das nicht mehr aus, um die richtigen Talente für uns zu finden und langfristig an uns zu binden. Denn wir als Arbeitgeber werden zumeist über unsere tollen Sportwagen definiert, die vor allem Prestige und finanziellen Erfolg verheißen. Diese vereinfachte Sichtweise wird aber Porsche als Arbeitgeber nicht gerecht."

Grundlage der neuen Kampagne ist das 2017 von mehr als 500 Mitarbeitern aus allen Bereichen - und unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertretung - weiterentwickelte Kulturleitbild. Die zentralen Werte sind "Pioniergeist, Herzblut, Sportlichkeit und eine Familie".

Die News Porsche gibt sich bescheiden wurde von Lars Wallerang am 12.11.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Werbung, Produktion, Sportwagen, Lifestyle, Automobilproduktion, Marketing abgelegt.

Weitere Meldungen

CDU will bundesweit pauschale Abstandsregelung für Windräder

Berlin - Weil immer mehr Bürger mit Klagen gegen den Bau von Windrädern in ihrer Nachbarschaft vorgehen, fordert die CDU eine bundesweite pauschale Abstandsregelung nach dem

Mehr
Tausende demonstrieren in Deutschland und Frankreich gegen Monsanto und Bayer

Tausende Menschen haben am Wochenende in Deutschland und Frankreich gegen den US-Saatguthersteller Monsanto und seinen Mutterkonzern Bayer demonstriert. In Hamburg fand am Samstag

Mehr
Tui-Chef will Konzern digitalisieren

Berlin - Tui-Chef Friedrich Joussen will den Konzern digitalisieren und die Rendite mit neuen Zimmerkategorien und Ausflügen steigern. Dank eines konzernweit einheitlichen

Mehr

Top Meldungen

NS-Zwangsarbeiter: Bahlsen-Verwaltungsratschef gesteht Fehler ein

Hannover - In der Affäre um die NS-Vergangenheit der Unternehmer-Dynastie Bahlsen hat sich der Firmen-Patriarch und Chef des Verwaltungsrats, Werner M. Bahlsen, zu Wort gemeldet.

Mehr
Wirtschaftsflügel der Union lehnt Arbeitszeiterfassung ab

Berlin - Die Mittelstandsvereinigung von CDU und CSU (MIT) lehnt eine generelle Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ab. "Nicht mehr Bürokratie, sondern mehr Flexibilität sind

Mehr
Hedgefonds von den Kaiman-Inseln wird Lufthansa-Großaktionär

Frankfurt/Main - Bei der Lufthansa zeichnen sich in großem Stil Aktienaufkäufe ausländischer Investoren ab. Die "Welt am Sonntag" berichtet, ein auf dem Kaiman-Inseln

Mehr