Gesundheit

Warum Fruchtzucker so gefährlich ist

  • Ralf Loweg/mp - 20. September 2018, 13:44 Uhr
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mp Groß-Gerau - Trinkt man gesüßte Getränke, wird die Leber mit Fruchtzucker überschwemmt. Folge: Das Risiko einer Fettleber, eines Diabetes Typ 2 oder von Herzkrankheiten steigt. Henrik Gerold Vogel / pixelio.de

'Fruchtzucker' klingt gut und völlig ungefährlich. Aber: Er wird fast nur von der Leber verarbeitet. Trinkt man gesüßte Getränke wird, die Leber mit Fruchtzucker überschwemmt. Das ist vor allem in den USA so, ist aber inzwischen auch bei uns zunehmend der Fall, da vermehrt Fruktosesirup eingesetzt wird. Dann wird es der Leber zu viel und sie baut Fruchtzucker in Fett um.

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"Fruchtzucker" klingt gut und völlig ungefährlich. Aber: Er wird fast nur von der Leber verarbeitet. Trinkt man gesüßte Getränke, wird die Leber mit Fruchtzucker überschwemmt. Das ist vor allem in den USA so, ist aber inzwischen auch bei uns zunehmend der Fall, da vermehrt Fruktosesirup eingesetzt wird. Dann wird es der Leber zu viel und sie baut Fruchtzucker in Fett um. Folge: Das Risiko einer Fettleber, eines Diabetes Typ 2 oder von Herzkrankheiten steigt. Süßgetränke kann man mit dem Stopfen von Gänsen vergleichen. Die als Delikatesse verspeiste Stopfleber ist schlichtweg eine schwer kranke Fettleber.

Aufpassen muss man auch bei Fruchtsäften. So enthält ein Glas Traubensaft 10,5 Teelöffel Zucker. Das ist, als würde man ein Viertel Glas Ahornsirup trinken. Dabei darf man sich nicht täuschen lassen: Fruchtzucker hat einen niedrigen glykämischen Index (GI). Das sagt jedoch nichts über seine Gefährlichkeit aus, denn Fruchtzucker ist sieben Mal so schlimm wie Traubenzucker.

Für den Stoffwechsel von Fruktose ist kein Insulin erforderlich, deshalb geht man davon aus, dass er auch als Süßungsmittel für Diabetiker geeignet ist. Ein Teil davon wird jedoch vor allem in Leber und Nieren in Glukose umgewandelt, sodass doch wieder Insulin benötigt wird. Gesünder ist dieser Einfachzucker auch nicht, da er dieselbe Kalorienmenge wie Glukose aufweist, ohne dabei wichtige Nährstoffe mitzuliefern.

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