Technologie

Dem Handy die Ohren zuhalten

  • Steve Schmit/cid - 7. Dezember 2016, 17:19 Uhr
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cid Groß-Gerau - Über sogenanntes "akustisches Tracking" können mobile Endgeräte ihre Nutzer ohne deren Mitwissen überwachen. geralt / Pixabay.com / CC0

Viele Nutzer schützen ihre Privatsphäre, indem sie die Webcam oder Frontkamera eines Gerätes abkleben. Das soll verhindern, dass sie ohne ihre Zustimmung abgelichtet werden. Doch wie verhält es sich, wenn das Smartphone heimlich zuhört? Sehr praktisch ist es nicht, das Mikrofon seines Telefons zu blockieren.


Viele Nutzer schützen ihre Privatsphäre, indem sie die Webcam oder Frontkamera eines Gerätes abkleben. Das soll verhindern, dass sie ohne ihre Zustimmung abgelichtet werden. Doch wie verhält es sich, wenn das Smartphone heimlich zuhört? Sehr praktisch ist es nicht, das Mikrofon seines Telefons zu blockieren. An der Fachhochschule St. Pölten arbeiten Forscher jetzt am Projekt "SoniControl" um unbemerktes Belauschen über Smartphones und Tablets zu verhindern.

Durch die Standleitung ins Internet, die mobile Geräte heute oft aufrecht erhalten, ist es für Benutzer meistens nicht erkennbar, ob und welche Daten vom eigenen Gerät in die Weiten des Netzes gesendet werden. "Ziel des Projekts ist es, Bewusstsein für akustisches Tracking zu schaffen und die Privatsphäre durch Erkennen und Filtern von akustischen Cookies gezielt zu schützen", erklärt Projektleiter Matthias Zeppelzauer. Akustisches Tracking bedeutet für die Nutzer, dass die eigenen und fremde Mobilgeräte Signale aussenden und auffangen können, um so ein Netz zu spannen, das die Nutzer überwachen kann. "Anwendungen und das Betriebssystem können das Mikrofon eines mobilen Endgerätes ohne Benachrichtigung aktivieren, abhören, akustische Cookies erkennen und über das Internet abgleichen", sagt Zeppelzauer.

Das SoniControl-Projekt der Fachhochschule soll die Späh-Signale erkennbar machen und Nutzer so auf Mithörer hinweisen. Störsignale, die das eigene Gerät dann aussendet, sollen akustisches Tracking unmöglich machen. Nach Abschluss des Forschungsprojekts Ende 2017 möchte das Team die Ergebnisse öffentlich zugänglich machen, damit die gewonnenen Erkenntnisse weiter genutzt werden können.

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