Technologie

Bosch bringt den Sprachassistenten ins Auto

  • 3. Januar 2018, 11:15 Uhr
Bild vergrößern: Bosch bringt den Sprachassistenten ins Auto
cid Groß-Gerau - Der Bosch-Sprachassistent reagiert nicht mehr auf starre Befehle. Casey versteht natürliche Satzkonstruktionen und verarbeitet sogar Akzente und Dialekte. Bosch

Den smarten Haushalt haben Sprachassistenten bereits weitgehend im Griff. Jetzt nehmen sie auch neben dem Autofahrer Platz - bildlich gesprochen. Die neue Technik soll ihn entlasten und es ihm ermöglichen, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. 'Bosch beendet das Knöpfe-Chaos im Cockpit. Wir machen den Sprachassistenten zum Beifahrer', verspricht Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

Anzeige


Den smarten Haushalt haben Sprachassistenten bereits weitgehend im Griff. Jetzt nehmen sie auch neben dem Autofahrer Platz - bildlich gesprochen. Die neue Technik soll ihn entlasten und es ihm ermöglichen, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. "Bosch beendet das Knöpfe-Chaos im Cockpit. Wir machen den Sprachassistenten zum Beifahrer", verspricht Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

Alexa, Siri oder Google kennt man schon - jetzt steigt Casey ins Auto ein. Das Besondere an der virtuellen Dame aus dem Hause Bosch: Sie tauscht ihren Namen auf Wunsch gegen einen beliebig wählbaren Wunschnamen des Autonutzers. Und: Sie soll das Autofahren sicherer machen, indem sie die Ablenkung etwa bei der Bedienung des Navis, der Klimaanlage oder beim Entgegennehmen eines Telefonats beendet.

Der Nutzen bisheriger Spracheingaben ist laut Bosch dadurch beschränkt, dass sie oft wie ein Auswahlmenü aufgebaut sind, dessen Struktur auswendig gelernt oder - etwa bei einem Mietwagen - vom Display abgelesen werden muss. Bei Casey sei das anders. Die versteht den Autofahrer wie ein Mensch, begreift natürliche Satzkonstruktionen und verarbeitet sogar Akzente und Dialekte aus über 30 Ländern.

In der mehr als zehn Jahre währenden Entwicklung des Systems wurde besonderer Wert auf dessen Lernfähigkeit gelegt. So berücksichtigt es etwa beim Aufrufen von Telefonkontakten den aktuellen Ort, die Uhrzeit und Situation des Fahrers für seine Auswahl. "Diese Kontextabhängigkeit ist eine erste Stufe von Künstlicher Intelligenz", heißt es bei Bosch. Eine weitere technische Raffinesse: Der Fahrer kann etwa auch Zieladressen in Frankreich in französischer Sprache eingeben - und zwar ohne, dass von Hand etwas umgestellt werden muss. 30 verschiedene Sprachen mit insgesamt 44 weiblichen und neun männlichen Sprecherstimmen sind integriert, ohne externe Datenverbindung: Die Rechenarbeit leistet das Infotainmentsystem im Auto, ohne Daten in die Cloud zu senden.

Die News Bosch bringt den Sprachassistenten ins Auto wurde von Rudolf Huber/cid am 03.01.2018 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern Apps, Hardware, Künstliche Intelligenz, Neuheiten abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Bitcoin stürzt unter 10.000-Dollar-Marke

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Talfahrt fortgesetzt und ist erstmals seit Anfang Dezember wieder unter die 10.000-Dollar-Marke gerutscht. Ein Bitcoin war am

Mehr
Neue Regeln fürs Bezahlen mit Kreditkarten


Verbraucher müssen sich 2018 beim Zahlungsverkehr mit einigen Änderungen vertraut machen. Eine davon ist für Käufer von besonderer Bedeutung: Händler dürfen keinen

Mehr
PC-Geschäft bleibt rückläufig


Der weltweite PC-Markt kommt nicht in Schwung. Trotz des Weihnachtsgeschäfts gab es im vierten Quartal 2017 ein Minus von zwei Prozent. Insgesamt gingen die Verkaufszahlen

Mehr

Top Meldungen

Bericht: GroKo-Pläne entlasten Arbeitnehmer und Beitragszahler

Berlin - Eine neue Große Koalition würde Steuer- und Beitragszahler so stark entlasten wie seit der Steuerreform Gerhard Schröders (SPD) nicht mehr. Das zeigen Berechnungen des

Mehr
Volvo produziert in "grüner" Fabrik


Die "Vision 2025" bedeutet nicht nur, dass Volvo noch vor dem 100. Geburtstag der Marke bis zu einer Million elektrifizierter Fahrzeuge auf die Straßen bringen möchte. Sie

Mehr
Umfrage: Konzerne meiden Elektroautos als Dienstwagen

Berlin - Elektroautos spielen in den Dienstwagenflotten der großen deutschen Unternehmen nach wie vor so gut wie keine Rolle. Das ergab eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins

Mehr