Politik

Weißes Haus: Trump hat sich nicht zur Auslieferung Gülens verpflichtet

  • 18. Dezember 2018, 17:21 Uhr
Bild vergrößern: Weißes Haus: Trump hat sich nicht zur Auslieferung Gülens verpflichtet
Porträts von Erdogan (l.) und Gülen
Bild: AFP

Das Weiße Haus hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen an die Türkei zugesagt habe.

Anzeige

Das Weiße Haus hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen an die Türkei zugesagt habe. Bei seinem Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Rande des G20-Gipfels vor zweieinhalb Wochen in Buenos Aires habe sich Trump "nicht dazu verpflichtet", Gülen auszuliefern, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses am Dienstag in Washington. 

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Sonntag gesagt, Trump habe gegenüber Erdogan die Aussage getroffen, dass seine Regierung an dem Fall Gülen "gearbeitet" habe. Dies war von türkischen Medien dahingehend interpretiert worden, dass der US-Präsident die Auslieferung des Predigers zugesichert habe.

Gülen lebt seit 1999 im Exil in den USA. Bisherige türkische Forderungen nach seiner Auslieferung hatten keinen Erfolg. Erdogan bezeichnet Gülen, der früher mit ihm verbündet war, als Drahtzieher des gescheiterten Putschversuchs gegen ihn im Juli 2016. Gülen weist diesen Vorwurf vehement zurück.

Die News Weißes Haus: Trump hat sich nicht zur Auslieferung Gülens verpflichtet wurde von AFP am 18.12.2018 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern USA, Türkei, Diplomatie, Präsident abgelegt.

Weitere Meldungen

SPD-Vize Stegner will Tempo 130 auf Autobahnen "unvoreingenommen prüfen"

SPD-Vize Ralf Stegner hat sich dafür ausgesprochen, die Einführung von Tempo 130 auf deutschen Autobahnen "unvoreingenommen zu prüfen". Wenn ein Tempolimit einen nachweisbaren

Mehr
Israel und Tschad nehmen nach Jahrzehnten diplomatische Beziehungen wieder auf

Nach mehr als vier Jahrzehnten nehmen Israel und der Tschad wieder diplomatische Beziehungen auf. Das verkündete das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

Mehr
Mehrere Verletzte bei Protesten gegen Umbenennung Mazedoniens in Athen

Zehntausende Griechen haben am Sonntag in Athen gegen einen Kompromiss zur Umbenennung des Nachbarlandes Mazedonien protestiert. Bei der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen, zehn

Mehr

Top Meldungen

Fraport-Chef mahnt bei Reform der Sicherheitskontrollen zur Eile

Frankfurt/Main - Der Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Flughafenkonzerns Fraport, Stefan Schulte, warnt im Tarifkonflikt für die Beschäftigten an den Sicherheitskontrollen vor

Mehr
Künftiger Charité-Chef will mehr Geld für Forschung

Berlin - Der künftige Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer hat die Finanzierung deutscher Kliniken kritisiert: Insbesondere für die forschende Medizin gebe es im internationalen

Mehr
DIHK warnt EU vor zu viel Kompromissbereitschaft beim Brexit

Berlin - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat an die EU-Kommission appelliert, sich im Brexit-Streit auf keine weiteren Kompromisse mit den Briten einzulassen.

Mehr