Brennpunkte

Zwei Jahre nach rechtsextremen Ausschreitungen in Leipzig Prozess begonnen

  • 16. August 2018, 14:46 Uhr
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Bei den rechten Krawallen 2016 wurden zahlreiche Scheiben zerstört
Bild: AFP

Mehr als zweieinhalb Jahre nach den gewalttätigen Ausschreitungen von Rechtsradikalen in Leipzig hat in der sächsischen Stadt der erste von einer ganzen Reihe von Prozessen begonnen. Den Angeklagten wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

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Mehr als zweieinhalb Jahre nach den gewalttätigen Ausschreitungen von Rechtsradikalen in Leipzig hat in der sächsischen Stadt der erste von einer ganzen Reihe von Prozessen begonnen. Den beiden 26 Jahre alten Angeklagten wird in dem am Donnerstag vor dem Leipziger Amtsgericht gestarteten Verfahren schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Zum Auftakt wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers mehr als ein Dutzend Zeugen gehört.

Im Januar 2016 hatten zeitgleich zu einem Aufmarsch der fremdenfeindlichen Legida-Bewegung in der Leipziger Innenstadt rund 250 vermummte rechte Hooligans und Neonazis im alternativen Stadtteil Connewitz randaliert. Sie zündeten Feuerwerkskörper, warfen Scheiben von Geschäften ein und versuchten, Barrikaden zu errichten.

Die Polizei nahm 211 Rechte vorübergehend in Gewahrsam. Fünf Beamte wurden bei den Ausschreitungen verletzt. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach damals von "offenem Straßenterror".

Insgesamt erhob die Staatsanwaltschaft Leipzig wegen der Krawalle bislang gegen 202 Beschuldigte Anklage. In der Regel wurden jeweils zwei Tatverdächtige angeklagt, "um eine praktisch durchführbare Prozessführung" am jeweiligen Gericht sicherzustellen, wie die Justizbehörde angab. Einige Verfahren wurden an andere Gerichte unter anderem in Torgau und Eilenburg sowie an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgegeben.

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Die News Zwei Jahre nach rechtsextremen Ausschreitungen in Leipzig Prozess begonnen wurde von AFP am 16.08.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern D, Sachsen, Extremismus, Kriminalität, Justiz abgelegt.

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