News

Autoindustrie in der Rabattfalle

  • 12. Juli 2018, 15:15 Uhr
Bild vergrößern: Autoindustrie in der Rabattfalle
mid Groß-Gerau - Die Umweltprämie für alte Diesel-Fahrzeuge hat laut einer Studie nicht den gewünschten Effekt. Dekra

Die Autofahrer profitierten von den Diesel-Prämien - Autoindustrie und Umwelt aber nicht im erhofften Umfang. So lässt sich kurz eine aktuelle Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen zusammenfassen.

Anzeige


Die Autofahrer profitierten von den Diesel-Prämien - Autoindustrie und Umwelt aber nicht im erhofften Umfang. So lässt sich kurz eine aktuelle Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen zusammenfassen.

Die Autokäufer konnten sich demnach über zusätzliche Rabatte in Höhe von über 700 Millionen Euro freuen, zitiert die WirtschaftsWoche aus dem Zahlenwerk. Zusammen mit anderen Aktionen erreichten die Preisnachlässe ein Rekordniveau. "2017 gab es zeitweise bis zu 657 verschiedene Rabattaktionen im deutschen Autohandel", heißt es in der Untersuchung. Durch die Diesel-Prämien hätten sich Neuwagen um durchschnittlich 650 Euro verbilligt. Besonders dramatisch beim Ford Focus (37 Prozent Rabatt auf den Listenpreis), dem Fiat 500 (32 Prozent) und dem Citroen C1 (30 Prozent).

CAR-Professor Ferdinand Dudenhöffer konstatiert, es werde den Herstellern nun schwerfallen, von diesem hohen Rabattniveau wieder herunterzukommen: "Sie sitzen in der Rabattfalle". Die erwünschten Effekte auf den Absatz von Diesel-Pkw und die Luftqualität seien dagegen weitgehend ausgeblieben. Der Diesel-Anteil bei Neuwagen sank seit 2015 von 50 auf 31 Prozent. Die Stickoxidbelastung wird laut CAR-Prognose auch 2018 an 81 der 520 Messstellen die Grenzwerte überschreiten, weshalb "Diesel-Fahrverbote in weiteren Städten wahrscheinlich" seien. Stuttgart hat gerade in Sachen Euro 4-Dieselverbot Fakten geschaffen.

ANZEIGE

Die News Autoindustrie in der Rabattfalle wurde von Rudolf Huber am 12.07.2018 in der Kategorie News mit den Stichwörtern Rabatte, Automobilindustrie, Studie, Diesel, Umwelt abgelegt.

Weitere Meldungen

Deutsche Industrie gab 2016 mehr als drei Milliarden Euro für Klimaschutz aus

Die deutsche Industrie hat 2016 rund 3,3 Milliarden Euro für den Klimaschutz ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, gaben allein die Unternehmen mit dem

Mehr
Merkel lehnt nach Brinkhaus-Wahl Vertrauensfrage ab

Nach der überraschenden Niederlage ihres Vertrauten Volker Kauder bei der Wahl zum Unionsfraktionschef sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) keinen Grund, die

Mehr
Umfrage: Zwei Drittel fordern mehr CO2-Vermeidung von Wirtschaft und Politik

Zwei Drittel der Deutschen glauben einer Umfrage zufolge, dass Wirtschaft und Politik zu wenig tun, um den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids zu verringern. Mehr als die

Mehr

Top Meldungen

Verdi will erst kurzfristig über mögliche Ryanair-Streiks am Freitag informieren

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will erst am Donnerstagabend verkünden, ob sie die 1000 deutschen Flugbegleiter für Freitag zum Streik gegen den irischen Billigflieger

Mehr
Handelskonzern Otto: Sommer war schlecht fürs Geschäft

Hamburg - Die Hamburger Unternehmensgruppe Otto hat ihre jüngsten Wachstumsziele verfehlt. "Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres, das im März beginnt, liegen wir leicht unter

Mehr
25 Prozent weniger Kartoffeln in diesem Jahr wegen Hitze und Trockenheit

Die Kartoffelernte dürfte nach ersten Schätzungen in diesem Jahr wegen des trockenen und heißen Sommers um 25 Prozent geringer ausfallen. Der zuständige Sachverständigenausschuss

Mehr