Sport

Jaguar I-Pace eTrophy: Mit Strom und Charme in die Motorsport-Zukunft

  • 9. November 2018, 17:07 Uhr
Bildergalerie: Jaguar I-Pace eTrophy: Mit Strom und Charme in die Motorsport-Zukunft
mid München - "Viessmann Jaguar eTrophy Team Germany" heißt der deutsche Vertreter der neuen, rein elektrischen und seriennahen Rennserie. Am Steuer des modifizierten Jaguar I-Pace ist die Französin Célia Martin. Jaguar

Mit reichlich Strom-Power und weiblichem Charme startet Jaguar am 15. Dezember 2018 in den weltweit ersten Markenpokal mit elektrischen Serienautos: Célia Martin heißt die 27 Jahre alte Pilotin, die für Jaguar Deutschland in der neuen eTrophy im Rahmen der Formel E antreten wird.

Anzeige


Mit reichlich Strom-Power und weiblichem Charme startet Jaguar am 15. Dezember 2018 in den weltweit ersten Markenpokal mit elektrischen Serienautos: Célia Martin heißt die 27 Jahre alte Pilotin, die für Jaguar Deutschland in der neuen eTrophy im Rahmen der Formel E antreten wird.

Im Umfeld von zehn der 13 Formel-E-Rennen 2018/19 wird die eTrophy mit bis zu 20 seriennahen Jaguar I-Pace für zusätzliches Spektakel sorgen. Neben den elektrischen Boldien der immer populäreren Formel E werden künftig auch rein elektrische Tourenwagen antreten, die im Wesentlichen auf dem käuflichen Elektro-Crossover Jaguar I-Pace basieren.

Dass sie nicht nur gut aussieht, sondern auch im Rennwagen eine gute Figur macht, bewies Célia Martin bereits als Jaguar-Testpilotin und Fahrerin des Renntaxis auf der Nürburgring-Nordschleife - immerhin im bislang stärksten Jag, dem 600 PS leistenden XE SV Project 8. Die sympathische Rennfahrerin aus Bordeaux ist sich ihrer Rolle als Rennserien-Neuling bewusst, will aber ihre Chance beim Schopf packen: "Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und möchte beweisen, dass ich als Rookie das Potenzial habe, in der Spitzengruppe mitzufahren. Die I-PACE eTrophy ist eine völlig neue Serie, die erste mit voll elektrischen Rennfahrzeugen aus der Serienfertigung. Es fasziniert mich, daran mitzuarbeiten."

Dass sich die Jaguar-Deutschland-Pilotin aus gutem Grund auf die neue Rennserie freut, bestätigt James Barclay. Als langjähriger Chef des Jaguar-Formel-E-Teams war er maßgeblich am Aufbau der seriennahen Elektro-Rennserie eTrophy beteiligt. Er freut sich auf die sicherlich sehr spannenden und knappen Auseinandersetzungen, die bis zu 20 gezielt modifizierte, aber praktisch idenentische Jaguar I-Pace versprechen.

"Race to Innovate" sei diese völlig neue Art Motorsport aus seiner Sicht, und so laute zurecht auch das Leitmotiv der eTrophy: "Ich kann's gar nicht erwarten, das erste Mal das Starterfeld dieser 20 I-Pace in Action zu erleben." Zwar finde die eTrophy aus organisatorischen Gründen nur auf zehn von 13 Strecken der Formel E statt, aber dazu gehöre unter anderem die Rückkehr nach Monaco. Unter anderem davon verspricht sich Barclay: "Das wird sicher eine großartige Saison."

Ein besonderer Reiz der eTrophy liegt darin, dass die Rennwagen an entscheidenden Stellen dem Serien-I-Pace entsprechen - unter anderem beim 400 PS starken Motor und dem Konverter. In Sachen Sicherheit musste Jaguar die Autos vor allem modifizieren, etwa mit einem Käfig für den Fahrer und die im Unterboden sitzenden Batterien. Optimiert für den Renneinsatz wurden vor allem die Bremsen: Riesige Scheiben sorgen für vehemente Verzögerung, vorne 395, hinten 355 Millimeter groß. James Barclay dazu: "Der I-Pace ist eine fantastische Basis für ein Rennauto. Dank Allradantrieb und entsprechend guter Traktion geht er zum Beispiel sehr gut aus den Kurven heraus. Doch besonders wichtig sind die Bremsen: Mit 20 identischen Autos musst Du noch später und effizienter auf die Bremse steigen, als in anderen Rennserien."

Das extrem wichtige Bremsen hat auch Célia Martin auf Anhieb im I-Pace eTrophy besonders beeindruckt: "Die ersten Testfahrten in Silverstone haben das große Potenzial des Autos gezeigt. Ein echtes Rennfahrzeug, das den Benzinern in puncto Leistung in nichts nachsteht." Trotz schwerer Batterien im Unterboden ist die Renn- im Vergleich zur Serienversion des I-Pace um 225 kg abgespeckt. Hochwertige Dämpfer und Federn von den Spezialisten Öhlins und Eibach machen den I-Pace eTrophy um 225 Prozent härter an der Vorderachse. Der Sprint auf 100 km/h ist in 4,5 Sekunden erledigt.

Als Titelsponsor steht das Familienunternehmen Viessmann hinter dem eTrophy-Rennteam von Jaguar Deutschland. Der 29 Jahre alte Co-CEO Max Viessmann ist für das Kerngeschäft Heizsysteme und das digitale Neugeschäft zuständig und legt großen Wert auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Deshalb gefällt ihm die elektrische Rennserie: "Das passt perfekt zu unserem Selbstverständnis, denn wir gestalten Lebensräume neu mit unseren Produkten. Und die Elektromobilität macht's möglich, dass sich der Lebensraum Großstadt für die Menschen verbessert."

Und es passt zu Jaguar, wie der deutsche Marketing-Direktor und eTrophy-Teamchef Christian Löer bei der Präsentation des "Viessmann Jaguar eTrophy Team Germany" in München betont: "Ab 2020 wird jedes neue Modell von Jaguar Land Rover optional elektrifiziert sein. Wir gehen konsequent diesen Weg."

Ralf Schütze / mid

Die News Jaguar I-Pace eTrophy: Mit Strom und Charme in die Motorsport-Zukunft wurde von Ralf Schütze am 09.11.2018 in der Kategorie Sport mit den Stichwörtern Motorsport, Elektromobilität, Rennwagen, Formel E abgelegt.

Weitere Meldungen

Nations League: Niederlande gewinnt - Deutschland steigt ab

Rotterdam - In der UEFA Nations League hat die Niederlande gegen Frankreich mit 2:0 gewonnen. Damit steht fest, dass die deutsche Nationalmannschaft ohne selbst zu spielen aus

Mehr
Schaeffler: Bereit für die elektrische Revolution


Viele Benzin-Junkies halten Elektroautos noch immer für langweilig, langsam und viel zu leise. Doch diesen zweifelnden Zeitgenossen sei eine Probefahrt im "Schaeffler

Mehr
Deutschland gewinnt gegen Russland

Leipzig - Die deutsche Nationalmannschaft hat das Freundschaftsspiel gegen Russland mit 3:0 gewonnen. Das erste Tor für die Nationalelf erzielte Leroy Sané bereits in der 8.

Mehr

Top Meldungen

DGB-Chef fordert deutliche Erhöhung des Mindestlohns

Berlin - DGB-Chef Reiner Hoffmann fordert eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns: "Wenn sich in knapp zwei Jahren die Chance ergibt, dass der Mindestlohn einmalig nach oben

Mehr
Pompeo bekräftigt Widerstand gegen geplante Pipeline Nord Stream 2

US-Außenminister Mike Pompeo hat der Ukraine zugesichert, sich der Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland entgegenzustellen. "Wir werden weiter zusammen daran

Mehr
Gewerkschaften gegen Grünen-Pläne für Hartz IV

Berlin - Die Gewerkschaften fordern Korrekturen an Hartz IV, lehnen die Vorschläge der Grünen dazu allerdings ab. Arbeitslose nicht mehr zur Aufnahme von Arbeit zu bewegen, sei

Mehr