Motor

ZF nutzt automatisierte Drohne im Werksverkehr

  • 9. November 2018, 10:47 Uhr
Bildergalerie: ZF nutzt automatisierte Drohne im Werksverkehr
Eine automatisierte Lieferdrohne bringt im ZF-Werk in Friedrichshafen ein Ersatzteil in die Instandhaltungswerkstatt. Foto: Auto-Medienportal.Net/ZF

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Als erstes Unternehmen in Deutschland hat ZF die behördliche Genehmigung für automatisierte Drohnenflüge auf einem Werksgelände erhalten. Ein Prototyp fliegt seit kurzem Ersatzteile wie Sensoren oder Steuerkarten vom Zentrallager zu dezentralen Werkstätten. Der Lufttransport soll Werksverkehr entlasten und auf bis zu einem Kilometer langen Wegen und Anlieferungsorten oftmals in oberen Gebäudeetagen Zeit sparen.

Die sechsmotorige Drohne kann bis zu fünf Kilogramm Gewicht in der Luft befördern - nach Abzug für Greifer und Transportbox bleiben drei Kilogramm reine Nutzlast. Das reicht für die weitaus meisten Ersatzteil- und Werkzeugtransporte auf dem Betriebsgelände. Der 30 km/h schnelle Hexacopter fliegt überwiegend über die Dächer der Werkhallen und kreuzt Fahr- und Gehwege nur, wo es sich nicht vermeiden lässt. Der Akku reicht für etwa 30 bis 40 Minuten Flugbetrieb.

Bislang konnten Drohnen, meist mit Kameras ausgestattet, nur privat oder kommerziell zum Beispiel zur Kartierung, Überwachung von Werkszäunen oder Vermessung genutzt werden. Der automatisierte Warentransport ist Neuland. ,,Noch sind einige Anpassungen für einen störungsfreien Flug nötig, bevor unsere Lieferdrohne fest in die Logistik-Prozesskette eingebunden werden kann", sagt Matthias Haberstroh, Leiter des Supply Chain Management der Division Nutzfahrzeugtechnik von ZF. ,,Das Transportsystem wurde von unserem Lieferanten ausgiebig getestet - und doch mussten wir vor Ort in Friedrichshafen etliche Sensoren für die Navigation ausprobieren, die auch zwischen den Werkhallen eine präzise Ortsbestimmung sicherstellen." (ampnet/jri)

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