Brennpunkte

US-Polizei entdeckt mehr als 60 Föten in Bestattungshaus in Detroit

  • 22. Oktober 2018, 12:14 Uhr
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Die Föten waren in Kisten und Gefrierschränken versteckt
Bild: AFP

Die US-Polizei hat in einem Bestattungsunternehmen der Stadt Detroit mehr als 60 Föten gefunden. Bei der Durchsuchung des Perry Funeral Home wurden am Freitag die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Gefrierschränken entdeckt.

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Die US-Polizei hat in einem Bestattungsunternehmen der Stadt Detroit mehr als 60 Föten gefunden. Bei der Durchsuchung des Perry Funeral Home wurden am Freitag die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Gefrierschränken entdeckt, sagte Polizeichef James Craig am Sonntag. "Das ist unglaublich", zitierte die Zeitung "Detroit News" den Beamten. "Das geht viel weiter als wir dachten".

Die Behörden des Bundesstaates Michigan entzogen dem Bestattungsinstitut vorerst die Genehmigung. Eine Woche zuvor hatten Ermittler in einem anderen Bestattungshaus der Stadt hinter eine Deckenverkleidung zehn Föten gefunden. Die Polizei weite ihre Ermittlungen aus, sagte Craig. "Wir wollen die Gründe wissen". Vielleicht steckten finanzielle Machenschaften dahinter. "Wir wissen es nicht".

Die Ermittler vermuten, das Institut könnte es verabsäumt haben, die Totenscheine einzureichen, die Bestattungen zu beantragen oder eine Genehmigung der Eltern einzuholen, um die Föten zurückzuhalten. 

Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein Angehöriger das Perry Funeral Home und andere Institute verklagt. Demnach soll das Institut die Leichen von Tot- und Lebendgeburten ohne Einwilligung der Eltern bis zu drei Jahre lang in einer Universitätsleichenhalle gelagert haben. Darüberhinaus soll es Kosten für Trauerfeiern und Bestattungen berechnet haben, die nie stattgefunden hätten. 

Der Anwalt des Bestattungsinstituts, Joshua Arnkoff, erklärte laut CNN, Perry Funeral Homes habe die Föten von örtlichen Krankenhäusern mit dem ausdrücklichen Hinweis erhalten, dass sich keiner der Eltern gemeldet habe. Das Unternehmen glaube nicht, dass es für keinen der Fälle irgendwelche Bestattungsgebühren verlangt habe.

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