Wirtschaft

Tarifstreit bei Air-France ist beigelegt

  • 19. Oktober 2018, 16:07 Uhr
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Gewerkschaft: Air-France-Management bietet vier Prozent mehr Geld
Bild: AFP

Im Tarifstreit bei Air France hat das Management nach Gewerkschaftsangaben erstmals seit Monaten einen neuen Vorschlag unterbreitet. Er sieht insgesamt vier Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter für 2018 und 2019 vor, wie aus internen Dokumenten der Pilotengesellschaft SNPL hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen.

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Der monatelange Tarifstreit bei Air France ist beigelegt: Die französischen Gewerkschaften stimmten mehrheitlich für einen Vorschlag der neuen Geschäftsleitung, der insgesamt vier Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter vorsieht, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag von Seiten der Arbeitnehmervertreter erfuhr. Damit sind neue Streiks abgewendet.

Nach der Einigung bekommt die Belegschaft zwei Prozent mehr Geld rückwirkend zum 1. Januar 2018 und weitere zwei Prozent zum 1. Januar 2019. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich 5,1 Prozent gefordert.

Die Verhandlungsrunde führte der neue Chef der französisch-niederländischen Air France-KLM an, der Kanadier Ben Smith. Er war Mitte August an die Spitze der Luftfahrtgesellschaft gerückt, nachdem der Franzose Jean-Marc Janaillac im Tarifstreit zurückgetreten war. Smiths Vorschlag stimmten nun Gewerkschaften zu, die mehr als drei Viertel der Belegschaft vertreten - darunter auch die Pilotengewerkschaft Spaf.

Im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen hätten neue Ausstände gedroht. Bereits zwischen Februar und Juni hatten die Piloten und das Bodenpersonal 15 Mal die Arbeit niedergelegt. Die Streiks kosteten die Gruppe rund 335 Millionen Euro.

Die News Tarifstreit bei Air-France ist beigelegt wurde von AFP am 19.10.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Niederlande, Frankreich, Kanada, Luftfahrt, Unternehmen, Tarife abgelegt.

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