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EU-Parlamentspräsident fordert EU-Länder zur Einigung über Flüchtlingsquoten auf

  • 19. September 2018, 01:08 Uhr
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EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani
Bild: AFP

Vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Salzburg hat EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani die Mitgliedstaaten zu einer schnellen Einigung über die Flüchtlingsverteilung aufgerufen.

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Vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Salzburg hat EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani die Mitgliedstaaten zu einer schnellen Einigung über die Flüchtlingsverteilung aufgerufen. "Die Europäische Union braucht ein automatisches, verpflichtendes System, um Asylsuchende fair zwischen allen Mitgliedstaaten zu verteilen", sagte Tajani der "Welt" vom Mittwoch. Er rufe "alle EU-Staats- und Regierungschefs auf, in dieser Frage unverzüglich in Salzburg zu einer Einigung zu gelangen". Zu viele Möglichkeiten seien bereits verpasst worden.

"Nichtstun ist keine Option", sagte Tajani. Der "Stillstand" bei der Reform des europäischen Asylsystems, für den bestimmte EU-Länder verantwortlich seien, fördere Populismus und "eine gefährliche Spaltung", sagte der Parlamentspräsident weiter. Gleichzeitig müssten die Fluchtursachen wirkungsvoll bekämpft werden, etwa durch Investitionen in Afrika.

Hauptthema des am Mittwoch beginnenden zweitägigen Gipfels in Salzburg ist zunächst die Migration. Italien verlangt, dass auch andere EU-Staaten über das Mittelmeer kommende Flüchtlinge aufnehmen. Im Juni vereinbarte Pläne für Aufnahmelager in- und außerhalb der EU kommen aber bisher nicht voran.

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