Politik

Kim rühmt "epochalen Fortschritt" in Beziehungen zu den USA

  • 12. Juli 2018, 20:05 Uhr
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump bei ihrem Gipfeltreffen im Juni in Singapur
Bild: AFP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sein historisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni als 'epochalen Fortschritt' in den Beziehungen beider Länder gerühmt. Das von beiden Staatenlenkern in Singapur unterzeichnete Dokument sei 'der Beginn einer bedeutsamen Reise' gewesen, schrieb Kim in einem persönlichen Brief an Trump.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sein historisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni als "epochalen Fortschritt" in den Beziehungen beider Länder gerühmt. Das von beiden Staatenlenkern in Singapur unterzeichnete Gipfeldokument sei "in der Tat der Beginn einer bedeutsamen Reise" gewesen, heißt es in einem persönlichen Brief an Trump, den der US-Präsident am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte.

Auf die "vollständige Denuklearisierung" seines Landes, die Kim in dem Gipfeldokument zugesagt hatte, ging er in dem auf den 6. Juli datierten Schreiben allerdings nicht ein. Kim dankte Trump lediglich für dessen "tatkräftige und außerordentliche Anstrengungen" für die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und zur "getreulichen Umsetzung" der Vereinbarung von Singapur. 

Kim rief außerdem Trump dazu auf, mit "praktischen Aktionen" das Vertrauen zwischen beiden Ländern "weiter zu stärken". Von welcher Art diese Maßnahmen sein sollen, führte der nordkoreanische Machthaber nicht aus. 

Er glaube fest daran, dass der "starke Wille" und die "ehrlichen Anstrengungen" beider Seiten Früchte tragen würden, beteuerte Kim. Auch zeigte er sich zuversichtlich, dass ein weiteres Treffen mit Trump zustande kommen werde.

Trump bezeichnete den Brief als "sehr freundliche Notiz". Er fügte hinzu, dass im Verhältnis zu Nordkorea "große Fortschritte" erzielt würden. 

Die Vereinbarungen von Singapur zum nordkoreanischen Atomwaffenprogramm werden allerdings von vielen Seiten, darunter Kritikern in den USA, als zu vage bezeichnet. Das Gipfeldokument definiert nicht, was genau unter der "Denuklearisierung" zu verstehen ist, und enthält auch keine Festlegungen zu einem Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen.

Kims Brief datiert von dem Tag, an dem US-Außenminister Mike Pompeo zu weiteren Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea eingetroffen war. Bei der Visite war es zu neuen Irritationen über die Atomfrage gekommen, was viele Kritiker der Singapurer Vereinbarung in ihrer Skepsis bestärkte. 

Im Anschluss an Pompeos Besuch warf das nordkoreanische Außenministerium den USA "gangstermäßige" und "gierige" Forderungen zur atomaren Abrüstung vor. Pompeo bekräftigte seinerseits nach seiner Abreise, die Sanktionen gegen Nordkorea blieben bis zur "endgültigen" Denuklearisierung in Kraft. Er sagte allerdings auch, dass in den Abrüstungsgesprächen mit Pjöngjang Fortschritte gemacht würden.

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