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Kia Sportage: Diesel mit reinem Gewissen

  • Mirko Stepan - 12. Juli 2018, 17:10 Uhr
Bildergalerie: Kia Sportage: Diesel mit reinem Gewissen
mid Frankfurt am Main - Der aufgefrischte Kia Sportage kommt nicht nur mit Änderungen am Blechkleid daher, sondern vor allem mit modernisierter Technik. Kia

Der Kia Sportage ist das Erfolgsmodell der Koreaner in Europa. Jetzt hat das kompakte SUV eine Auffrischung bekommen und fährt mit ein paar optischen Retuschen vor. Viel wichtiger ist aber, was sich unter der Haube getan hat. Davon hat sich der Motor-Informations-Dienst (mid) bei einer Probefahrt überzeugt.

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Der Kia Sportage ist das Erfolgsmodell der Koreaner in Europa. Jetzt hat das kompakte SUV eine Auffrischung bekommen und fährt mit ein paar optischen Retuschen vor. Viel wichtiger ist aber, was sich unter der Haube getan hat. Davon hat sich der Motor-Informations-Dienst (mid) bei einer Probefahrt überzeugt.

In Zeiten der Schadstoff-Diskussion müssen alle Autobauer an ihren Motoren feilen, damit diese die neuesten Abgasnormen erfüllen. Kia hat das getan und bietet im überarbeiteten Sportage nur noch Aggregate an, die bereits jetzt Euro 6d Temp erfüllen. Das neue Top-Aggregat ist der EcoDynamics+ 2.0-Liter-Diesel mit 48 Volt Mild-Hybrid-System. Dieser lässt sich mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Stufen-Automatik kombinieren, im Testwagen steckt das Automatikgetriebe, das im Zusammenspiel mit dem durchzugskräftigen Motor eine echte Freude ist. Die Schaltvorgänge sind kaum merkbar, und der Diesel mit 136 kW/185 PS und satten 400 Newtonmeter Drehmoment ist bereits bei niedrigen Drehzahlen äußerst agil. Allradantrieb ist hier immer an Bord.

In der getesteten sportlichen Top-Ausstattung "GT Line" mit optimierten Dämpfern, die nur tiefere Schlaglöcher recht unsanft ins Innere des Kia weiterleiten, liegt der Sportage satt auf der Straße, die direkte Lenkung sorgt dafür, dass auf kurvigen Landstraßen mit dem neuen Diesel-Aggregat an Bord richtig Spaß aufkommt. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn rund sieben Prozent spart das System ein, dessen E-Motor mit 12 kW beim Beschleunigen unterstützt und zu dem auch Bremsenergie-Rückgewinnung und ein neues Start-Stopp-System gehören. Fällt die Geschwindigkeit unter 30 km/h, während der Fahrer vom Gas geht und bremst, zum Beispiel beim Zufahren auf eine Ampel, schaltet sich der Motor aus, was zusätzlich Kraftstoff spart. Das funktioniert bei der Testfahrt im Frankfurter Stadtverkehr einwandfrei.

Ebenfalls neu im Sportage ist die Rundumsicht-Kamera, die vor allem beim Rangieren hilft, sowie eine Müdigkeitserkennung und ein Abstandstempomat mit Brems- und Beschleunigungsfunktion - auch hier gibt's keine Kritik, das System sorgt für entspanntes Fahren in der Stadt und auf der vielbefahrenen Autobahn. So ausgestattet, ist der Sportage bestens gerüstet für den Alltag - und mit dem neuen Diesel an Bord auch für Umwelt- und Fahrverbots-Zonen. Wer dennoch Diesel-kritisch ist, aber auf Motorleistung nicht verzichten möchte, findet im Top-Benziner mit 130 kW/177 PS eine gute Alternative. Denn auch der Benziner ist durchzugsstark, hat allerdings 135 Newtonmeter weniger Drehmoment, was deutlich spürbar ist. Beim Benziner ist außerdem ein 7-Gang-DCT an Bord, wenn nicht manuell geschaltet wird.

Ganz gleich, welche Motorisierung unter der Haube steckt, ein Langweiler ist er nicht, dieser Kia. Das gilt insbesondere für die Optik des aufgefrischten SUV, auch wenn sich die Retuschen auf Details beschränken. Bis zu 19 Zoll große Räder in neuem Design sind nun zu haben, der Kühlergrill ist etwas abgerundet, die Scheinwerfer enthalten nun vier LED-Einheiten fürs Tagfahrlicht und gegen Aufpreis auch LED-Technik statt Xenon-Technologie für Abblend- und Fernlicht.

Eine Chromspange ziert die neu gestaltete Frontschürze, und am Heck ist die Zierleiste nach unten gewandert. Zwischen den Rückleuchten sitzt beim Facelift ein Reflektor. Innen gibt's einen neuen Touchscreen in acht Zoll, wahlweise in neun Zoll, wenn das Navigationspaket an Bord ist, sowie neu gestaltete Lüftungsdüsen und ein neues Lenkrad - bei der "GT-Line" ist dieses unten abgeflacht. Außerdem sind die Sitze jetzt auch mit Ziernähten zu haben.

Mit dem Facelift und insbesondere den technischen Neuerungen schickt Kia ein kompaktes SUV auf die Straße, das gerade in diesem hart umkämpften Segment ein ausgewogenes Paket bietet. Dazu kommt ein Einstiegspreis von 22.190 Euro. Für den Mild-Hybrid mit 2-Liter-Diesel werden mindestens 38.190 Euro fällig.

Mirko Stepan / mid

Technische Daten Kia Sportage 2.0D EcoDynamics+ mild-hybrid AT
Fünftüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV mit Allradantrieb; Länge/Breite (ohne Außenspiegel)/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.485/1.855/1.635/2.670, Leergewicht 1.672 kg, max. Zuladung: 578 kg, Kofferraumvolumen: 439 l bis 1.428 l, Tankinhalt: 55 l.

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel, Hubraum: 1.995 ccm, Leistung: 136 kW/185 PS bei 4.000 U/min, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1.750/min bis 2.750 U/min, Getriebe: 8-Stufen-Automatik, Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,5 s, Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h, Normverbrauch: 5,7 Liter Diesel je 100 km, CO2-Ausstoß: 149 g/km, Abgasnorm: Euro 6d Temp.

Die News Kia Sportage: Diesel mit reinem Gewissen wurde von Mirko Stepan am 12.07.2018 in der Kategorie News mit den Stichwörtern Auto, Assistenzsystem, SUV, Hybrid-Fahrzeug, Facelift, Fahrbericht abgelegt.

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