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Deutsche Autofahrer am häufigsten in Italien in Unfälle verwickelt

  • 13. Juni 2018, 15:50 Uhr
Bildergalerie: Deutsche Autofahrer am häufigsten in Italien in Unfälle verwickelt
Unfall im Ausland. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

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Deutsche Autofahrer haben im vergangenen Jahr dem Zentralruf der Autoversicherer 35 266 Auslandsunfälle gemeldet. Das sind fast neun Prozent mehr als 2016. Spitzenreiter in Sachen Unfallhäufigkeit bleibt mit Italien eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen: 5927 Meldungen gingen von dort von deutschen Verkehrsteilnehmern ein. Das entspricht einer Zunahme von 7,4 Prozent.

Auf Platz zwei rangiert Frankreich mit 5371 Fällen (plus 6,4 Prozent) vor den Niederlanden, in denen 4463 deutsche Autofahrer (+6,7 %) in einen Unfall verwickelt waren. Österreich legte mit sechs Prozent ebenfalls zu und lag mit 3745 Unfallmeldungen auf dem vierten Rang, deutlich vor Polen (2804 Meldungen, +8,9 %). ,,Besonders in den direkten Nachbarländern kommt es häufig zu einem Crash. So machen die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, die Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark mit 21 695 Unfällen mehr als 60 Prozent der europäischen Gesamtfälle aus", erklärt Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH, die den in Hamburg ansässigen Zentralruf der Autoversicherer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft betreut.

Einen enormen Zuwachs gibt es aus Kroatien zu vermelden. Dort stieg die Anzahl der Unfälle um 34,3 Prozent auf 1434. Die Tschechische Republik lag ebenfalls deutlich über dem Trend: 1278 Unfälle mit deutscher Beteiligung bedeuten eine Zunahme um 28,1 Prozent. In der Spitzengruppe ist alleine im Linksverkehr in Großbritannien ein Rückgang zu verzeichnen. Dort sank 2017 die Zahl um 0,5 Prozent auf 918 Unfälle.

Knapp die Hälfte aller Fälle fallen in die Hauptreisemonate Juni bis September. Dabei ist der August der mit Abstand unfallträchtigste Monat.

,,Die Zunahme von Unfällen deutscher Verkehrsteilnehmer im Ausland ist alarmierend, dabei kann es jeden unverschuldet treffen". so Bartenwerfer. Deshalb empfehlen die Versicherer, rechtzeitig vor dem Antritt der Urlaubsreise mit dem Pkw alle Unterlagen zusammenzustellen, die für eine schnelle Schadenabwicklung notwendig sind: der Europäische Unfallbericht und die Grüne Karte sowie im Handy abgespeichert die Rufnummer des Zentralrufs der Autoversicherer (+49 40 300 330 300 aus dem Ausland) und die europaweit einheitliche Notfallrufnummer 112.

Die inhaltlich und grafisch standardisierte Form des europäischen Unfallberichts vereinfacht die Aufnahme eines Unfalls im In- und Ausland. Das Formular ist als Durchschreibesatz bei der Kfz-Versicherung bestellbar. Unter www.gdv-dl.de/dienstleistungen/europaeischer-unfallbericht/ kann der Unfallbericht mit einer erläuternden Broschüre angefordert werden. Die Broschüre enthält Ausfüllhilfen in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch und Russisch. Die Grüne Karte ist zwar in der EU nicht mehr vorgeschrieben, eine Mitnahme ist jedoch sinnvoll. Verlangt wird sie bei Fahrten in folgende Länder: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Iran, Israel, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russland, Serbien, Türkei, Tunesien, Ukraine und Weißrussland. Der Fahrzeughalter erhält sie bei seiner Kfz-Versicherung.

In jedem EU-Land gibt es für jede Versicherung einen Ansprechpartner, den so genannten Schadenregulierungsbeauftragten. Kennt der Geschädigte die gegnerische Versicherung nicht, wird diese von einer Auskunftsstelle ermittelt. In Deutschland übernimmt der Zentralruf der Autoversicherer in Hamburg diese Aufgabe und benennt die jeweilige Versicherung und deren Ansprechpartner in Deutschland. Dieser Service erfolgt nicht nur für Länder der EU, sondern auch für die Schweiz sowie alle Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) - Island, Lichtenstein und Norwegen. Zu erreichen ist der Zentralruf der Autoversicherer innerhalb Deutschlands gebührenfrei unter der Rufnummer 0800 25 026 00 oder unter mobile.zentralruf.de. (ampnet/jri)



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