News

20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform

  • 17. Mai 2018, 13:35 Uhr
Bild vergrößern: 20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform
mid Groß-Gerau - "Gefährlicher Mangel": Autofahrer müssen ab dem 20. Mai mit einer zusätzlichen "Note" für ihr Auto rechnen. TÜV Süd

Nicht alles neu macht der 20. Mai. Doch ab diesem Tag müssen sich die Autofahrer auf einige neue Regelungen bei der Hauptuntersuchung (HU) einstellen. So gibt es etwa die Einstufung 'gefährlicher Mangel', außerdem werden Daten-Komponenten wie das elektronische Notrufsystem eCall in die Hauptuntersuchung mit einbezogen.

Anzeige


Nicht alles neu macht der 20. Mai. Doch ab diesem Tag müssen sich die Autofahrer auf einige neue Regelungen bei der Hauptuntersuchung (HU) einstellen. So gibt es etwa die Einstufung "gefährlicher Mangel", außerdem werden Daten-Komponenten wie das elektronische Notrufsystem eCall in die Hauptuntersuchung mit einbezogen. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die technische Untersuchungen von Fahrzeugen in Europa weiter harmonisieren soll.

Laut Richard Goebelt, Leiter des Bereiches Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband, ist der "gefährliche Mangel" eine Zwischenstufe unterhalb der Kategorie "verkehrsunsicher". Ebenso wie die "erheblichen Mängel" bescheinige er "eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung oder Beeinträchtigung des Umweltschutzes". Darauf wird der Fahrzeughalter durch eine entsprechende Formulierung im Prüfbericht hingewiesen. Eine Fahrt direkt nach Hause, zur Reparatur oder zur HU-Nachprüfung innerhalb eines Monats ist aber noch zulässig. Wie bisher wird erst bei der Einstufung als "verkehrsunsicher" die Prüfplakette sofort entfernt und die Zulassungsbehörde informiert.

Die konkreten Prüfverfahren für Komponenten für die Datenkommunikation und Datenspeicherung sind laut Goebelt derzeit noch in der Entwicklung, Der TÜV-Verband setze sich bereits seit langem für eine zeitnahe gesetzliche Grundlage ein, um alle Fahrzeughersteller zu verpflichten, die relevanten Softwareinformationen für die elektronische Prüfung mit dem HU-Adapter bereit zu stellen.

Weitere Änderungen betreffen die Beschreibung und europaweite Harmonisierung einzelner Mängel, die an Fahrzeugen auftreten können. So ändert sich beispielsweise die Einstufung der für Verkehrssicherheit und Umweltschutz wichtigen Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS). Würden ab dem 20. Mai bei der Hauptuntersuchung funktionsunfähige oder stillgelegte Reifendruck-Kontrollsysteme festgestellt, dürfe keine Plakette mehr erteilt werden.

ANZEIGE

Die News 20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform wurde von Rudolf Huber am 17.05.2018 in der Kategorie News mit den Stichwörtern Auto, Hauptuntersuchung, Pkw abgelegt.

Weitere Meldungen

Modeunternehmer Gilberto Benetton gestorben

Der italienische Unternehmer Gilberto Benetton ist tot. Der Mitbegründer des Modekonzerns Benetton starb am Montag nach kurzer Krankheit in seinem Haus in Treviso im Nordosten

Mehr
Website der Investorenkonferenz in Riad offenbar Ziel einer Hackerattacke

Die Website der Investorenkonferenz Future Investment Initiative (FII) in Saudi-Arabien ist offenbar Ziel einer Hackerattacke geworden. Einen Tag vor Beginn des

Mehr
Großbank UBS weist Steuerbetrugsvorwürfe vor Gericht vehement zurück

Im Steuerbetrugs-Prozess gegen die Schweizer Großbank UBS in Frankreich haben Firmenvertreter erneut sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Es gebe "keine Spur" von illegalen

Mehr

Top Meldungen

Schneller Kohleausstieg gefährdet laut IW-Studie 72.000 Jobs

Köln - Ein schneller Ausstieg aus der Braunkohle mit einer raschen Abschaltung von Kraftwerken gefährdet bis 2030 bis zu 72.000 Arbeitsplätze und verursacht zudem im Zeitraum von

Mehr
Industrie- und Handelskammern warnen: Übereilter Kohleausstieg schadet der Region

Berlin - Die Industrie- und Handelskammern im Rheinischen Revier warnen in ihrem "Rheinischen Appell" vor einem übereilten Kohleausstieg. Das Schreiben der Kammern Mittlerer

Mehr
Lambsdorff begrüßt Investorenkonferenz-Boykott in Saudi-Arabien durch Siemens-Chef

Berlin - Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff begrüßt das Fernbleiben von Politikern und Wirtschaftsvertretern bei der Investorenkonferenz in Saudi-Arabien am

Mehr