Finanzen

Verkehrsminister will Elektro-Lkw von Maut befreien

  • 12. April 2018
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Berlin - Die Bundesregierung will nach dem Umstieg auf Elektroautos nun auch die E-Mobilität bei Lastwagen stärker fördern. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) sollen Elektro-Lkw nach den Plänen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ab kommendem Jahr keine Lkw-Maut mehr zahlen.

Damit winkt Unternehmen beim Umstieg eine jährliche Ersparnis von einigen Tausend Euro pro Fahrzeug. Das Programm, das er bei er Klausurtagung des Kabinetts in Meseberg vorgestellt habe, sei "eine Maßnahme zur Verbesserung der Luft in unseren Städten", sagte der CSU-Politiker der SZ. "Elektro-Lkw werden ab dem 1. Januar 2019 von der Lkw-Maut befreit. Dies ist ein großer Anreiz für Transport-Unternehmen, auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen", sagte Scheuer weiter. Nach Angaben aus Regierungskreisen hat der Vorstoß das Ziel, den bislang schleppenden Einsatz von E-Lkw zu forcieren. Denn noch gibt es nur wenige serienreife Modelle der Lkw-Hersteller wie Daimler. Bislang sind nach Behördenangaben etwa 12.000 Fahrzeuge im Einsatz, die von der Maut ausgenommen würden. Sie könnten durch die Maut-Befreiung den Angaben zufolge ab dem kommenden Jahr im Durchschnitt 5.000 Euro pro Jahr sparen. Die deutsche Lkw-Maut wird im Juli dieses Jahres deutlich ausgeweitet. Sie wird dann nicht allein auf den 15.000 Kilometer Autobahnen, sondern auch noch auf 40.000 Kilometer Bundesstraßen erhoben. Damit wird die Befreiung künftig auch für jenen Bereich relevant, in dem E-Laster wegen der noch immer geringerer Reichweite als erstes zum Einsatz kommen können: Im Lieferverkehr in Ballungszentren. Mit der Lkw-Maut nimmt die Bundesregierung mit der vor zwölf Jahren eingeführten Abgabe rund fünf Milliarden Euro pro Jahr ein.

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