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Fahrradbranche: Absatz sinkt - Umsatz steigt

  • 13. März 2018, 14:35 Uhr
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In Deutschland wurden 2017 schätzungsweise 3,85 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Foto: Auto-Medienportal.Net/Pressedienst Fahrrad

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Zwar ging der Verkauf von Fahrrädern und E-Bikes im vergangenen Jahr in Deutschland um fünf Prozent auf 3,85 Millionen Einheiten zurück, doch der Umsatz der Branche stieg. Lag der Durchschnittspreis 2010 noch bei 460 Euro für ein Fahrrad, waren es im vergangenen Jahr 698 Euro. Das sind noch einmal 8,6 Prozent mehr als 2016. So stieg der Umsatz nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) um etwa 3,2 Prozent auf 2,69 Milliarden Euro. Genauso so hoch wird auch der Umsatz der Komponenten- und Zubehörindustrie geschätzt.

Generell setzt sich der Trend zum Kauf von Produkten mit hochwertiger Ausstattung fort. Dies führt allerdings auch dazu, dass Fahrräder im Einstiegsbereich weniger nachgefragt werden, teilte der ZIV heute in Berlin mit. Der Konsument entscheide sich vermehrt für Produkte, die, aufgrund ihrer hohen Qualität, eine verlängerte Nutzungsdauer versprechen. Dies gilt sowohl für Fahrräder als auch für E-Bikes. Die Erwartungen des Verbandes bei den Pedelecs und E-Bikes wurden noch einmal deutlich übertroffen. Mit 720 000 verkauften Einheiten wurde ein Zuwachs von 19 Prozent erzielt. Der Marktanteil von E-Bikes am Gesamtabsatz steigerte sich demzufolge auf ebenfalls knapp ein Fünftel. Der Fahrradbestand ist nach Einschätzung des ZIV auf 73,5 Millionen Stück angewachsen, darunter etwa 3,5 Millionen E-Bikes.

Die deutsche Fahrradindustrie exportierte im vergangenen Jahr 1,16 Millionen Einheiten (plus ein Prozent), wobei die E-Bikes mit 291 000 Stück (+25 %) überdurchschnittlich stark zulegten. Hinsichtlich der Modellgruppenaufteilung (nach Absatz) lässt sich ein leichter Rückgang in den Kategorien City-/Urban, Trekking sowie MTB feststellen. Wachsen konnten auf niedrigem Niveau die Modellgruppe ,,Sonstige" (Lastenräder, Liegeräder, Singlespeed) und auf hohem Niveau wie bereits erwähnt die E-Bikes. Unverändert stark nachgefragt zeigen sich ATB, Jugendräder, Rennmaschinen/Flat-Handlebar/Cross, Kinderräder ab 12 Zoll sowie Holland- und Tourenräder. (ampnet/jri)

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