Lifestyle

Die Wirtschaft brummt

  • 11. Januar 2018, 10:38 Uhr
Bild vergrößern: Die Wirtschaft brummt
mid Groß-Gerau - Erfolgsstory: Die deutsche Wirtschaft ist 2017 kräftig gewachsen und legte damit im achten Jahr in Folge zu. Pixabay / martaposemuckel

Der Wirtschaftsstandort Deutschland blüht auf der Sonnenseite kräftig auf. Ungeachtet der weiterhin schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl zeigt der Pfeil für das Wirtschaftswachstum kräftig nach oben. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Anzeige


Der Wirtschaftsstandort Deutschland blüht auf der Sonnenseite kräftig auf. Ungeachtet der weiterhin schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl zeigt der Pfeil für das Wirtschaftswachstum deutlich nach oben. So war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Und noch ein interessanter Aspekt: Das deutsche Wirtschaftswachstum lag 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von + 1,3 Prozent.

Positive Wachstumsimpulse kamen laut Statistik 2017 primär aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,4 Prozent unterdurchschnittlich, heißt es. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (+ 3,0 Prozent). Die Bauinvestitionen stiegen dabei um 2,6 Prozent. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 3,5 Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Die Sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen ebenfalls um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 Prozent höher als 2016. Und die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Die Importe legten im gleichen Zeitraum stärker zu (+ 5,2 Prozent).

Überdurchschnittlich entwickelten sich die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation mit + 3,9 Prozent sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe mit + 2,9 Prozent. Ebenfalls kräftig legte das Produzierende Gewerbe mit + 2,5 Prozent zu, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet. Das Baugewerbe nahm im Vergleich zum Vorjahr um + 2,2 Prozent zu.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638.000 Personen oder 1,5 Prozent mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Der Staat erzielte im Jahr 2017 einen Überschuss in Höhe von 38,4 Milliarden Euro und beendete das Jahr nach vorläufigen Berechnungen zum vierten Mal in Folge mit einem Überschuss. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2017 eine Überschussquote von 1,2 Prozent.

ANZEIGE

Die News Die Wirtschaft brummt wurde von Ralf Loweg/wid am 11.01.2018 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Wirtschaft, Statistik, Verbraucher, Zahlen abgelegt.

Weitere Meldungen

Sparen mit digitaler Heizungs-Steuerung


Internet und Smartphone sind auch auf dem Energiesektor auf dem Vormarsch. Und das ist für den Verbraucher oft bares Geld wert. Wer beispielsweise seine Heizungsanlage mit

Mehr
Vorsicht Stromfalle


In Deutschland tummeln sich mehr als 1.000 Stromanbieter. Und die kämpfen mit allen Tricks um Neukunden. Klar: Strom ist teuer. Wer freut sich da nicht über ein

Mehr
Finanzkrise und die Folgen


Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise sind Wirtschaftsexperten weltweit nun überzeugt, dass die Wirtschaft ihres Landes besser für eine neue Finanzkrise gewappnet

Mehr

Top Meldungen

Atomaufsicht fordert Sanierungskonzept für Neckarwestheim II

Neckarwestheim - Das Atomkraftwerk GKN II (Neckarwestheim) darf erst dann wieder ans Netz gehen, wenn der Betreiber EnBW ein Sanierungskonzept für die Dampferzeuger umgesetzt

Mehr
Porsche steigt bei Schweizer Start-up WayRay ein

Stuttgart - Der Automobilhersteller Porsche steigt als strategischer Lead-Investor bei dem Schweizer Technologie-Unternehmen WayRay ein. Die Gesamtsumme der Finanzierungsrunde

Mehr
China antwortet mit weiteren Strafzöllen auf US-Waren

Peking - Nach den von den USA angekündigten Strafzöllen auf Waren aus China hat Peking ebenfalls neue Strafzölle auf US-Produkte angekündigt. Das Volumen der zusätzlich bezollten

Mehr