Finanzen

Versicherer: Keine Hoffnung mehr auf Infrastrukturprojekte

  • 17. Dezember 2017, 12:32 Uhr
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Berlin - Die Hoffnung der Versicherer, sich an Infrastrukturprojekten in Deutschland zu beteiligen, haben sich weitgehend zerschlagen. "Wenn ich die politische Landschaft richtig sehe, gibt es keinen Konsens, Infrastrukturinvestitionen für Dritte zu öffnen", sagte Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherung, dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

Es habe einige Hürden gegeben, die nie so recht beseitigt worden seien, "auch wenn eine private Finanzierung für die öffentliche Hand vorteilhaft sein kann", gab der Chef der größten deutschen Lebensversicherung zu bedenken. Betroffen seien vor allem kleinere Versicherer. Als großer Investor könne die Allianz dagegen international und direkt investieren. "So können wir uns verstärkt im Ausland engagieren, wie beispielsweise Frankreich und Italien. Dort haben wir zum Beispiel auch in Autobahnen investiert", sagte Faulhaber.

Die Versicherer suchen angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Jahren nach einer lukrativen Alternative in der Kapitalanlage und hatten dabei auf eine Beteiligung an Infrastrukturprojekten wie dem Bau von Autobahnen, Stromnetzen oder Schulen gehofft.

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