Technologie

Ransomware: Schlecht bekannte Bedrohung

  • Steve Schmit/cid - 6. Dezember 2017, 17:21 Uhr

Ransomware ist offenbar als Bedrohung weniger bekannt, als häufig vermutet. Vielen Nutzern ist die Erpressungsmasche nach wie vor kein Begriff.


Ransomware ist offenbar als Bedrohung weniger bekannt, als häufig vermutet. Vielen Nutzern ist die Erpressungsmasche nach wie vor kein Begriff. Die gängigste Art der Erpressungs-Software verschlüsselt die Daten des Benutzers und zeigt dann nur noch eine Zahlungsaufforderung an. Manchmal ist die Forderung auch als Botschaft einer offiziellen Behörde getarnt. Gerade Nutzer, denen das Vorgehen unbekannt ist, fallen darauf herein. Entweder, sie glauben der gefälschten Botschaft (siehe Bundestrojaner) oder sie sehen keinen anderen Ausweg, wieder den Zugriff auf ihre Daten zurück zu gewinnen. Ob das nach der Zahlung der geforderten Summe geschieht, ist höchst zweifelhaft.

"Wer sich im Internet bewegt, der muss sich auch über mögliche Bedrohungen informieren. Schon mit wenigen Maßnahmen kann man sich schützen oder Schaden minimieren", sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom. Laut dem Verband wissen gerade vier von zehn Nutzern über Erpressung durch Schadprogramme Bescheid und ergreift aktive Schutzmaßnahmen. Die gängigsten Schritte sind: Firewall, Virenschutzprogramm und Sicherungen der Daten.

Da oft die Entschlüsselung von Daten, die als Geisel genommen wurden, nie garantiert ist, raten Experten davon ab, auf die Forderungen einzugehen. Geschädigte sollten sich an die Behörden zu wenden. Hierfür gibt es bei den Landeskriminalämtern eine Zentrale Ansprechstelle Cyberkriminalität (ZAC).

Weitere Meldungen

SPD will Social-Media-Verbot schnell im Bundestag beschließen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Parteitagsbeschluss der CDU zum Verbot von Social Media für Kinder unter 14 Jahren will die SPD dazu rasch einen Beschluss im

Mehr
Keine Analyse digitaler Abhängigkeiten in Bundesverwaltung geplant

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will weiter keine umfassende Bestandsaufnahme von digitalen Abhängigkeiten in der Bundesverwaltung vornehmen. Das geht aus

Mehr
Verdi drängt auf Umsetzung der KEF-Empfehlung zum Rundfunkbeitrag

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, den von einer Kommission empfohlenen Rundfunkbeitrag

Mehr

Top Meldungen

Hubig plant neues Firmenmodell mit Vermögensbindung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will eine neue Unternehmensform mit strikter Vermögensbindung einführen. Vorgesehen ist eine

Mehr
Klingbeil erteilt Eurobonds klare Absage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat gemeinschaftlichen europäischen Anleihen eine klare Absage erteilt. "Als deutscher Finanzminister

Mehr
Merz verteidigt harte Haltung bei Schuldenbremse

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Ende des CDU-Parteitags hat Parteichef und Kanzler Friedrich Merz die harte Haltung zur Schuldenbremse verteidigt - gleichzeitig aber

Mehr