Technologie

Big Data für sichere Straßen

  • 13. Oktober 2017, 12:27 Uhr
Bild vergrößern: Big Data für sichere Straßen
cid Groß-Gerau - Moderne Autos sammeln viele Informationen. Ein Austausch könnte für den gesamten Verkehr nützlich sein. ADAC

Im Straßenverkehr geschehen immer wieder Unfälle. Viele davon könnten vermieden werden, wenn die Fahrer rechtzeitig über veränderte Situationen auf der Straße informiert würden. Big Data soll das bald möglich machen.

Anzeige


Im Straßenverkehr geschehen immer wieder Unfälle. Viele davon könnten vermieden werden, wenn die Fahrer rechtzeitig über veränderte Situationen auf der Straße informiert würden. Big Data soll das bald möglich machen. Ein Beispiel: Vernetzte Autos können Verkehrsdaten mit anderen Fahrzeugen und Fahrern teilen. So wissen Fahrer, wo Staugefahr herrscht, wo sich das Wetter verändert oder wo ein Unfall passiert ist.

Das ist machbar, wenn entsprechende Wetter- und Verkehrsdaten gesammelt und geteilt werden. Die meisten Menschen fühlen sich aber unwohl beim Gedanken, dass individuelle Daten zugänglich gemacht werden. Der Digitalverband Bitkom fasst zusammen: Rund 9 von 10 Unternehmen der Automobilbranche (86 Prozent) fordern eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten. Dabei sagt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent), es sollten alle Daten bereitgestellt werden müssen, 61 Prozent plädieren für ausgewählte Daten. "Die Daten, die heute schon von Fahrzeugen erfasst werden, können für einen besseren Verkehrsfluss sorgen und so die Umwelt schützen. Sie können aber auch Unfälle verhindern und Leben retten", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Fahrer können so rechtzeitig gewarnt oder auf eine bessere Strecke geschickt werden. Diese Datenschätze müssen wir besser nutzen."

Unter denjenigen Unternehmen, die sich für die gesetzliche Sammel-Pflicht aussprechen, priorisieren 98 Prozent anonymisierte Wetter- und Staudaten. 80 Prozent wollen die Positionsdaten des Fahrzeugs erheben, 76 Prozent die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge. 42 Prozent würden darüber hinaus den technischen Zustand des Fahrzeugs überprüfen. Der Verbandspräsident kommentiert: "Eine Nutzung von Fahrzeugdaten ist zweifellos im gesellschaftlichen Interesse, wir brauchen dazu gerade aber auch mit Blick auf selbstfahrende Autos klare und verlässliche Regeln, wer welche Daten erheben und nutzen darf."

Die News Big Data für sichere Straßen wurde von Steve Schmit/cid am 13.10.2017 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern Mobilität, Forschung, Verkehr, Vernetzung abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Kirby: Prügelspaß für die ganze Familie


Nintendos rosa Knubbel Kirby kommt mit seinen Freunden auf den 3DS, um Dampf abzulassen. "Kirby Battle Royale" erscheint zwar erst im November, aber schon jetzt gibt es

Mehr
Samsung stellt neue Version seines Sprachassistenten Bixby vor

Samsung hat eine neue Version seines sprachgesteuerten Helfers Bixby vorgestellt und hofft, damit zur Konkurrenz aufzuschließen. Das neue Assistenzsystem Bixby 2.0 sei "universell

Mehr
Zalando steigt ins Beauty-Geschäft ein

Der Online-Händler Zalando will sein Modesortiment mit Kosmetikartikeln ergänzen und steigt ab kommendem Frühjahr ins Beauty-Geschäft ein. Der Vorstoß auf den Markt mit Kosmetik-

Mehr

Top Meldungen

FDP signalisiert Entgegenkommen beim Soli

Berlin - Einen Tag vor der Fortsetzung der Sondierungsverhandlungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen signalisieren die Liberalen Entgegenkommen bei der von ihr geforderten

Mehr
DGB kritisiert steuerpolitische Testen der FDP

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat den Vorstoß des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner für Steuererhöhungen bei Konzernen wie Apple als halbherzig kritisiert. "Die

Mehr
Portal: Wechsler sparen bei Kfz-Versicherung deutlich am Haftpflichtbeitrag

Wer noch in diesem Monat seine Kfz-Versicherung wechselt, kann beim Haftpflichtbeitrag deutlich sparen. Wie das Vergleichsportal Check24 am Montag erklärte, zahlen Wechsler im

Mehr