Technologie

Beschwerden über Ausfälle beim Wechsel des Telefonanbieters steigen wieder

  • veröffentlicht am 14. September 2017, 12:06 Uhr
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Bundesnetzagentur greift bei Ausfällen ein
Bild: AFP

Die Bundesnetzagentur hat in diesem Jahr bereits rund 11.000 Beschwerden wegen Telefon- und Internetausfällen beim Wechsel des Anbieters erhalten. Eigentlich darf die Leitung nur maximal 24 Stunden unterbrochen sein.

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Die Beschwerden über Telefon- und Internetunterbrechungen bei einem Anbieterwechsel steigen wieder: Von Januar bis Juli beklagten sich rund 11.000 Verbraucher bei der Bundesnetzagentur, weil ihr Anschluss mehr als 24 Stunden unterbrochen war, wie aus einer Regierungsantwort an die Grünen hervorgeht. In den Vorjahren war die Zahl stark zurückgegangen: Von 30.000 im Jahr 2015 auf 19.000 im gesamten vergangenen Jahr. Der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer forderte Entschädigungen für betroffene Kunden.

Krischer erklärte am Donnerstag, das Problem dürfte noch weitaus mehr Verbraucher betreffen: "Die Dunkelziffer dürfte erheblich größer sein." Er kritisierte, die Anbieter bekämen das Problem "einfach nicht in den Griff - oder wollen es vielleicht auch gar nicht".

Verbraucher müssen maximal eine Unterbrechung von einem Tag zwischen Abschaltung des alten und Aktivierung des neuen Anschlusses hinnehmen. Von Januar bis Juli leitete die Bundesnetzagentur in 1700 Fällen Beschwerden von Kunden an die betroffenen Unternehmen weiter, wie aus der Antwort der Regierung hervorgeht. Ziel sei, dass dem betroffenen Kunden die Dienstleistung "so schnell wie möglich wieder zur Verfügung" steht.

Seit 2014 verhängte die Bundesnetzagentur Bußgelder in Höhe von 300.000 Euro gegen die vier großen Telekommunikationsanbieter hierzulande, wie sie betonte. "Viel zu niedrig", kritisierte der Grünen-Abgeordnete Krischer. Über eine Strafe von 75.000 Euro grinsten die Unternehmen nur - hier müsse die Netzagentur rigoroser durchgreifen.

Der Grünen-Politiker forderte eine Entschädigung von um die 100 Euro pro Tag für betroffene Kunden. Damit würden die Anbieter "einen wirtschaftlichen Druck verspüren, ihre Prozesse besser abzustimmen beziehungsweise mehr Techniker einzustellen".

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