Wirtschaft

Grüne fordern Distanzierung der SPD von Altkanzler Schröder

  • dts veröffentlicht am 13. August 2017, 13:31 Uhr
Bild vergrößern: Grüne fordern Distanzierung der SPD von Altkanzler Schröder
Gerhard Schröder
dts

.

Anzeige

Berlin - Wegen des möglichen Einzugs von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in das Direktorium des halbstaatlichen russischen Energiekonzerns Rosneft hat der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer eine sofortige Distanzierung der SPD von Schröder gefordert. "Gerhard Schröders Verhalten ist schamlos. Er erniedrigt sich endgültig zu einem bezahlten Diener der Politik Putins. Die SPD sollte jetzt endlich erkennen, dass sich ihre Wege und die ihres Ex-Kanzlers scheiden müssen", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Der Botschafter der Ukraine in Berlin, Andrij Melnyk, kritisierte das mögliche Engagement von Schröder ebenfalls. "Dass ein ehemaliger Bundeskanzler und führendes SPD-Mitglied vom Kremlchef instrumentalisiert wird, indem er einen russischen Energie-Riesen leiten soll, das sich seit der Krim-Annexion auf der EU-Sanktionsliste befindet und mit dessen Erträgen der blutige Krieg gegen die Ukraine bis heute geführt wird, ist moralisch verwerflich", sagte Melnyk den Funke-Zeitungen.

Das Engagement, so der Botschafter weiter, wäre ein "absolut falsches Signal", welches die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft sowie der Bundesregierung, einen nachhaltigen Frieden zu erreichen, "total untergraben würde". Wie am Wochenende bekannt wurde, wurde Schröder für das "Board of Directors" von Rosneft nominiert, endgültig soll darüber am 29. September entschieden werden.

Die News Grüne fordern Distanzierung der SPD von Altkanzler Schröder wurde von dts am 13.08.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Russland, Ukraine, Unternehmen, Energie abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Monopolkommission warnt vor Bevorzugung der Lufthansa bei Air Berlin

Im Ringen um die Aufteilung der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, vor einer politisch motivierten Bevorzugung der

Mehr
Tiefensee: Deutschland braucht starke Solarindustrie

Erfurt - Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht trotz der Insolvenz des Solarzellenherstellers Solarworld von einem Wiedererstarken der Branche in

Mehr
BDI-Präsident beklagt "Diskreditierung" deutscher Autohersteller

Berlin - Der Präsident des Industrieverbands BDI, Dieter Kempf, hat eine "generelle Diskreditierung" der deutschen Autohersteller beklagt. Die Debatte im Zusammenhang mit der

Mehr

Top Meldungen

Studie: Kommunen verlangen immer höhere Abgaben

Berlin - Trotz steigender Steuereinnahmen verlangen deutsche Kommunen immer höhere Abgaben - vor allem von Immobilienbesitzern und Unternehmen. Das geht aus einer noch

Mehr
Nach Übernahme Umsatzplus bei früheren Kaiser`s-Tengelmann-Filialen

Berlin - Die Umsätze der früheren Filialen von Kaiser`s Tengelmann legen nach der Übernahme durch Edeka und Rewe stark zu. "Der Umsatz wächst in den umgeflaggten Märkten

Mehr
Bericht: Mehr als zehn Interessenten für Air Berlin

Berlin - Für die insolvente Fluglinie Air Berlin gibt es offenbar deutlich mehr ernsthafte Interessenten als die bisher gehandelten Kandidaten Lufthansa, Easyjet und TUIfly. "Wir

Mehr