Gesundheit

Fit trotz 24-Stunden-Job

  • Lars Wallerang/mp veröffentlicht am 19. Juni 2017, 11:10 Uhr
Bild vergrößern: Fit trotz 24-Stunden-Job
mid Groß-Gerau - Für den gesunden Schlafrhythmus sorgt die sogenannte "innere Uhr". ashleyamos/ Pixabay.com / CC0

Ohne ausreichenden Schlaf werden Menschen und Tiere krank. Für den gesunden Schlafrhythmus sorgt die sogenannte 'innere Uhr'. Es gibt aber auch Lebewesen, die rund um die Uhr aktiv sein können - ohne gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Das fanden Forscher jetzt heraus.

Anzeige


Ohne ausreichenden Schlaf werden Menschen und Tiere krank. Für den gesunden Schlafrhythmus sorgt die sogenannte "innere Uhr". Es gibt aber auch Lebewesen, die rund um die Uhr aktiv sein können - ohne gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Das fanden Forscher jetzt heraus. Wissenschaftler der Uni Würzburg haben das Verhalten von Honigbienen beobachtet.

Auf der Suche nach Nektar, Honigtau und Pollen sind die fleißigen Sammlerinnen ständig zwischen Bienenstock und Blütenwiese unterwegs. Eine innere Uhr sagt ihnen unter anderem, wann die passende Zeit dafür ist, weil Blüten sich öffnen, beziehungsweise wann es Zeit ist sich auszuruhen, weil die potenziellen Nahrungsquellen geschlossen sind.

Bei der Arbeitsteilung haben junge Honigbienen, die sogenannten Ammenbienen, die Aufgabe, Bienenlarven zu füttern - und zwar rund um die Uhr. Jedenfalls ist kein klar strukturierter Ruherhythmus zu beobachten gewesen. Die Mechanismen, die diese erstaunliche natürliche Anpassungsfähigkeit ermöglichen, waren bisher weitgehend unbekannt. Einige Details konnte das Forscher-Team jetzt entschlüsseln.

"Wir haben einen neuen spezifischen Antikörper gegen das Uhrenprotein PERIOD der Honigbiene Apis mellifera erzeugt und validiert, um das circadiane Netzwerk im Bienengehirn zu bestimmen", beschreibt Charlotte Helfrich-Förster, Inhaberin des Lehrstuhls für Neurobiologie und Genetik am Biozentrum der Uni Würzburg, die Vorgehensweise der Wissenschaftler. Heraus kam, dass auch die Ammenbienen über ein Protein verfügen, das die innere Uhr steuert. Sie bekommen aber einen anderen Rhythmus durch 160 potentielle Schrittmacher im Ammenhirn. "Diese Befunde bei Ammenbienen zeigen, dass die Aktivitätsmuster der Tiere vom circadianen Netzwerk abgekoppelt sein können", erklärt Charlotte Helfrich-Förster das zentrale Ergebnis der Studie. Ob auch der Mensch seinen Schlafrhythmus entkoppeln kann, darüber gibt die Studie freilich keine Auskunft.

Die News Fit trotz 24-Stunden-Job wurde von Lars Wallerang/mp am 19.06.2017 in der Kategorie Gesundheit mit den Stichwörtern Gesundheit, Ratgeber, Schlaf abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

3D-Druck: Chancen für die Medizin


Um 3D-Drucker ist es zeitweise etwas still geworden, aber in der Medizin könnten die Konstrukteure wahre Wunder vollbringen. Modelle, Prothesen, sogar Organe können unter

Mehr
Schrittmacher für Schmerzpatienten


Eine alternative Behandlungsmethode gegen chronische Schmerzen in den Beinen oder im Rücken soll Betroffenen Linderung verschaffen. Hochfrequente Stromimpulse stimulieren

Mehr
Impfung gegen Wespenstiche


Lieber von der Spritze gepiekst, als von der Wespe. Zumindest für Allergiker könnte Aussage zutreffen. Denn eine Immuntherapie hilft dabei, allergische Reaktionen zu

Mehr

Top Meldungen

Stahlarbeiter von ThyssenKrupp demonstrieren in Bochum gegen Fusion mit Tata

Die Beschäftigten der Stahlsparte von ThyssenKrupp wollen heute (09.00 Uhr) gegen den geplanten Zusammenschluss mit dem indischen Stahlkonzern Tata auf die Straße gehen. Zu der

Mehr
BER-Chef glaubt an baldige Eröffnung des Hauptstadtflughafens

Berlin - Kurz vor dem Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel hat sich der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Engelbert Lütke Daldrup,

Mehr
Tennet kündigt Erhöhung der Netzentgelte um neun Prozent an

Arnheim - Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet will die Netzentgelte zum Jahreswechsel um neun Prozent erhöhen. Das kündigte Tennet-Vize-Chef Urban Keussen im "Handelsblatt"

Mehr