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Macron ruft Deutschland zu mehr Engagement bei Militäreinsatz in Mali auf

  • veröffentlicht am 20. Mai 2017, 04:42 Uhr
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Macron mit französischen Soldaten in Gao
Bild: AFP

Im Bemühen um eine Beschleunigung des Friedensprozesses in Mali hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Deutschland zu einem stärkeren Engagement in dem westafrikanischen Land aufgerufen. Er äußerte sich bei einem Truppenbesuch im ostmalischen Gao.

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Im Bemühen um eine Beschleunigung des Friedensprozesses in Mali hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Deutschland zu einem stärkeren Engagement in dem westafrikanischen Land aufgerufen. Bei einem Truppenbesuch im ostmalischen Gao äußerte Macron am Freitag den Wunsch, dass Deutschland mehr Material für den UN-Einsatz Minusma im Norden Malis zur Verfügung stelle.

Deutschland unterstützt in Gao die UN-Mission Minusma, die sich in Mali für eine Stabilisierung des von Konflikten und Terrorismus bedrohten Landes engagiert. Die Bundeswehr hat den Einsatz seit Februar ausgedehnt. Sie verlegte mehrere Transport- und Kampfhubschrauber nach Mali. Die Mission in Mali ist mittlerweile der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr. Der UN-Einsatz gilt zudem als einer der gefährlichsten weltweit. Die Bundeswehr beteiligt sich zudem an der Ausbildungsmission EUTM Mali.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Viele Gebiete des Landes sind aber nach wie vor nicht unter Regierungskontrolle.

Macron versicherte, Frankreichs Einsatz in Mali gehe weiter, "bis die Terroristen in der Region ausgemerzt sind und die Souveränität des Staates voll und ganz wiederhergestellt ist". In Gao sind derzeit 1700 französische Soldaten stationiert. Macron aß mit ihnen am Freitag gemeinsam zu Mittag und würdigte ihren Einsatz in einer Ansprache. "Es gibt keinen einzigen Franzosen, der nicht weiß, was er Euch schuldet", sagte der Präsident vor hunderten Soldaten.

Bei einem Treffen mit dem malischen Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta rief Macron zu einer Beschleunigung des Friedensprozesses in Mali auf. Dazu habe er am Donnerstag mit dem algerischen Staatschef Abdelaziz Bouteflika telefoniert. Algerien ist ein wichtiger Vermittler in der Krise in Mali und unterhält gute Kontakte zu einigen bewaffneten Gruppen.

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