Gesundheit

Zeitumstellung macht vielen Deutschen zu schaffen

  • 20. März 2017, 14:41 Uhr
Bild vergrößern: Zeitumstellung macht vielen Deutschen zu schaffen
mp Groß-Gerau - Nach der Zeitumstellung fühlen sich viele Deutsche wie gerädert. danielam / pixabay.com / CCO

Es ist nur ein kleiner Eingriff in unsere innere Uhr, der aber weitreichende Folgen hat. Die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt verursacht bei mehr als jedem Vierten gesundheitliche Probleme - insbesondere Müdigkeit und Schlafstörungen. So manch einer hilft da mit Schlafmitteln nach, was Experten zufolge aber bedenklich ist.

Anzeige


Es ist nur ein kleiner Eingriff in unsere innere Uhr, der aber weitreichende Folgen hat. Die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt verursacht bei mehr als jedem Vierten gesundheitliche Probleme. So manch einer hilft da mit Schlafmitteln nach, was Experten zufolge aber bedenklich ist. "Schlafmittel sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden", warnt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. "Sie können schon nach wenigen Einnahmen ein Suchtpotenzial entwickeln."

Vier Prozent der Teilnehmer einer forsa-Umfrage gaben an, schon einmal Schlafmittel eingenommen zu haben, um mit der "gewonnenen" bzw. "verlorenen Stunde" zurechtzukommen - hochgerechnet sind das rund drei Millionen Menschen in Deutschland. Dabei greifen Frauen (fünf Prozent) mehr als doppelt so häufig zu Medikamenten wie Männer (zwei Prozent).

77 Prozent der Befragten geben an, sich nach der Umstellung schlapp und müde zu fühlen, 64 Prozent berichten von Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Darüber hinaus kann sich jeder dritte Befragte schlechter konzentrieren und 29 Prozent sind gereizter als sonst. Jeder Zehnte nennt gar depressive Verstimmungen als Folge der neuen Zeit. Und noch ein weiteres Ergebnis der Befragung ist interessant: Der Widerstand gegen die halbjährliche Zeitumstellung wächst. 74 Prozent der Befragten halten sie für überflüssig. 2013 sagten das nur 69 Prozent.

Doch was können Betroffene tun? Laut der DAK-Ärztin ist es eine gute Alternative, für einen gesunden Schlaf schon ein paar Tage vor der Umstellung früher ins Bett zu gehen. Dadurch gewöhne sich der Körper langsam an den neuen Rhythmus. Hilfreich sind außerdem ein leichtes Abendessen, Entspannungsbäder, Spaziergänge und weniger TV und Computer vor dem Schlafengehen. Weitere Tipps zum gesunden Schlaf hat die DAK online unter www.dak.de/schlaf zusammengestellt.

ANZEIGE

Die News Zeitumstellung macht vielen Deutschen zu schaffen wurde von Thomas Schneider/mp am 20.03.2017 in der Kategorie Gesundheit mit den Stichwörtern Gesundheit, Ratgeber, Umfrage abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Ex-US-Präsident George H.W. Bush ins Krankenhaus eingeliefert

Kurz nach der Beerdigung seiner Frau ist der frühere US-Präsident George H.W. Bush ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 93-Jährige werde wegen einer "Infektion" behandelt,

Mehr
Wenn das Sättigungsgefühl ausbleibt


Rund 2,2 Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig, rund 650 Millionen davon leiden an der Adipositas genannten Extremform. Gängige Therapien wie Diätpläne,

Mehr
Online-Apotheken: Mehr Rechte für Kunden


Auf Betreiben des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat ein Gericht die Rechte von Kunden gegenüber ihrer Online-Apotheke gestärkt. Das Oberlandesgericht (OLG)

Mehr

Top Meldungen

Kommunen prüfen laut "Handelsblatt" ihre Verträge mit Innogy

Zahlreiche Kommunen prüfen im Zuge der Übernahme von Innogy durch Eon ihre Verträge mit dem Energieversorger. Wie das "Handelsblatt" am Dienstag berichtete, könnten die Kommunen

Mehr
Hochstimmung in deutschen Chefetagen verfliegt

Die Hochstimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im April weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 102,1 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut

Mehr
Ifo-Geschäftsklimaindex im April auf 102,1 Punkte gesunken

München - Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im April gesunken: Der Index steht im vierten Monat des Jahres bei 102,1 Zählern, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an

Mehr