Wirtschaft

Lauda unterstützt Liberty Media beim Umbau der Formel 1

  • dts veröffentlicht am 18. März 2017, 11:23 Uhr

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Berlin - Von der richtigen Strategie des neuen Eigentümers Liberty Media für die Formel 1 ist Niki Lauda, Aufsichtsratschef des Formel-1-Rennstalls Mercedes, überzeugt. "Unbestritten ist, dass es für die Zuschauer unattraktiv ist, wenn wir nur zwei Stunden im Kreis fahren. Hier setzt Liberty Media an. Sie wollen zu Recht aus der Formel 1 ein Event machen", sagte Niki Lauda dem "Handelsblatt".

Für die neue Saison ist Mercedes-Mann optimistisch. "Wir müssen den Sport attraktiver machen, damit mehr Leute zu den Rennen kommen oder im Fernsehen zuschauen. Eines ist schon gelungen, das hat sich bereits bei den Tests in Barcelona bemerkbar gemacht und zwar haben wir die Autos aggressiver gemacht, was gut ankommt."

Der dreifache Formel 1-Weltmeister verspricht sich von der neuen Saison mehr Spannung. "Jeder Ingenieur überlegt sich gerade, wie man mit dem neuen Reglement am besten umgeht und Grauzonen zum eigenen Vorteil nutzen kann. Jeder versucht seinen eigenen Weg zu gehen, was für mehr Spannung sorgt als in den Vorjahren."

Außerdem würden bereits in dieser Saison die Zuschauer näher an die Teams und näher an die Fahrer gebracht werden. "Damit und mit den langfristigen Veränderungen geht Liberty Media den richtigen Weg. Davon bin ich überzeugt", sagte die 68-jährige Rennsportlegende. Er hat aber auch eine eigene Idee für eine bessere Vermarktung: "Ich bin der Meinung, dass man sich auch überlegen sollte, Zusatzrennen an den Wochenenden zu veranstalten." Ob sich Mercedes oder andere Teams direkt an der Formel 1 unter dem Dach des US-Medienkonzerns Liberty Media beteiligen werden, steht derzeit zur Diskussion. "Soweit ich weiß, ist derzeit ein Angebot auf dem Tisch, das den Teams eine Beteiligung an der Formel 1 ermöglicht. Jedes Team muss nun für sich prüfen, ob es für sie Sinn macht oder nicht", sagte der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams, dessen Vertrag zuletzt bis 2020 verlängert wurde, dem "Handelsblatt".

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