Wirtschaft

Hamburger Start-Up Mr Smoke trotzt widrigen Bedingungen

  • 13. März 2017
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@ Horwin (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Fortschrittsgewandte Start-Ups haben es nicht leicht in Deutschland. Immer wieder legt ihnen die Bürokratie Steine in den Weg. Doch wer über ein zukunftsträchtiges gefragtes Produkt verfügt, kann dennoch am Markt bestehen, wie der Hamburger E-Zigaretten-Fachhändler Mr Smoke beweist.

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Für manche Branchen war das Internet von Anfang an ein Segen. Der Tourismus profitierte beispielsweise erheblich von der gestiegenen Auffindbarkeit der Anbieter. Wer vor 20 Jahren Urlaub an der Nordsee machen wollte, musste schon telefonisch die Hotelverzeichnisse verschiedener Touristenbüros anfordern, um vorab das passende Hotel zu finden. Heute spuckt das Internet auf eine Suchanfrage in Sekundenschnelle dutzende Hotels entlang der Nordseeküste aus, komplett mit Bewertungen früherer Gäste. Zahllose Start-Ups profitierten von diesem Boom und wuchsen zu internationalen Konzernen heran. US-Branchenriese AirBnB, ein Portal zur privaten Vermittlung von Gästezimmern und Ferienwohnungen, konnte im letzten Jahr sagenhafte 1,5 Milliarden Umsatz verzeichnen.

Schwieriger ist es für Start-Ups in Branchen mit starker Lobby: So muss sich der Online-Medikamentenhandel gerade gegen das geplante Gesetz zum Versandverbot von Medikamenten wehren, das die örtlichen Apotheken schützt und für Versandapotheken das Aus bedeuten würde. Mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen Anbieter der trendy E-Zigaretten wie das Hamburger Start-Up Mr Smoke. Allerdings sind sie auch der beste Beweis dafür, dass sich Ideen, deren Zeit gekommen ist, nicht mehr aufhalten lassen.

E-Zigaretten haben sich durchgesetzt

Zwar wurde schon 1963 in den USA erstmals ein Patent auf eine "Smokeless Non-Tobacco-Cigarette" angemeldet, doch die Geburtsstunde der modernen E-Zigarette schlug erst 40 Jahre später in der chinesischen Hauptstadt Beijing. Hier rannte der Pharmazeut Hon Lik offene Türen ein, denn in der Zwischenzeit hatte sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass Zigarettenrauch mit seinen vielen Giftstoffen auch in Form von Passivrauch schädlich ist. Weltweit wurden Maßnahmen zum Nichtraucherschutz ergriffen. Die E-Zigaretten stellten für viele Raucher eine Erleichterung dar, da sie lediglich Dampf produzierten.

Für Start-Ups stellten E-Zigaretten und das vielfältige Zubehör, insbesondere die Liquids genannten Geschmacksrichtungen, ein dankbares neues Produkt dar. Mr Smoke, 2011 in Hamburg gegründet, konnte seinen Betrieb heute schon auf vier Ladengeschäfte im Großraum Hamburg ausdehnen. In anderen Großstädten haben sich ähnliche Händler etabliert. Initiativen der Tabaklobby liefen größtenteils ins Leere - E-Zigaretten lassen sich nicht mehr vom Markt verdrängen. Dies dürfte den Online-Apotheken Hoffnung geben. Auch hier lässt sich ein einmal eingeführtes und allgemein angenommenes Angebot kaum wieder rückgängig machen.

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