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Kunst im öffentlichen Raum darf auch gewerblich fotografiert werden

  • veröffentlicht am 9. März 2017, 15:35 Uhr
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East Side Gallery in Berlin
Bild: AFP

Im öffentlichen Raum frei zugängliche Kunstwerke dürfen auf frei fotografiert werden. Der Künstler kann nicht einmal die gewerbliche Nutzung solcher Fotos verhindern, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem Urteil entschied.

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Im öffentlichen Raum frei zugängliche Kunstwerke dürfen auf frei fotografiert werden. Der Künstler kann nicht einmal die gewerbliche Nutzung solcher Fotos verhindern, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil zur East Side Gallery an der Berliner Mauer entschied. (Az: I ZR 242/15)

Die East Side Gallery besteht aus Bildern an einem verbliebenen Abschnitt der Berliner Mauer im Stadtteil Friedrichshain. Der Kläger malte dort das aus abstrakten Kopfbildern bestehende Kunstwerk "Hommage an die junge Generation".

Hinter der bemalten Mauer ist ein Wohnhochhaus geplant. Die Immobilienfirma wirbt für dieses Projekt mit einer Montage, die ein Modell des Hochhauses hinter den "Kopfbildern" zeigt. Der Künstler sieht dadurch seine Urheberrechte verletzt.

Seine Klage wies der BGH nun jedoch ab. Zwar sei das Kunstwerk im Grundsatz urheberrechtlich geschützt. Es befinde sich aber frei zugänglich im öffentlichen Straßenraum. Laut Urhebergesetz sei es daher zulässig, das Kunstwerk zu fotografieren und das Foto auch öffentlich wiederzugeben.

Entsprechend beschränke auch EU-Recht das Urheberrecht bei Bau- und Kunstwerken im öffentlichen Raum. Auch die Nutzung des Fotos in Verbindung mit dem Hochhausmodell sei nicht zu beanstanden.

Die News Kunst im öffentlichen Raum darf auch gewerblich fotografiert werden wurde von AFP am 09.03.2017 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern D, Berlin, Kunst, Urheberrecht, Justiz abgelegt.

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