Gesundheit

COPD: Hohes Risiko für plötzlichen Herztod

  • Annette Bulut (mp) - 17. August 2015, 14:53 Uhr

Patienten mit chronischer Raucherbronchitis (COPD) haben ein erheblich höheres Risiko an einem plötzlichen Herztod zu versterben. Im Vergleich zu Menschen ohne die Lungenerkrankung steigt es um 30 Prozent.


Patienten mit chronischer Raucherbronchitis (COPD) haben ein erheblich höheres Risiko an einem plötzlichen Herztod zu versterben. Im Vergleich zu Menschen ohne die Lungenerkrankung steigt es um 30 Prozent. Die Dauer und die Schwere der Erkrankung beeinflussen das Risiko des Patienten. Das gilt nicht nur für Betroffene, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben oder einen Bypass tragen. Vor allem ältere COPD-Patienten, die schon seit mehreren Jahren an COPD leiden und seither regelmäßig Verschlechterungen (Exazerbationen) durchgemacht haben, sind gefährdet. Darauf macht der Verband Pneumologischer Kliniken (VPK) aufmerksam. Er beruft sich auf aktuelle Ergebnisse der so genannten Rotterdam-Studie, die mit mehr als 13.000 Teilnehmern in den Niederlanden und Belgien durchgeführt wurde. "Die Rotterdam-Studie hat außerdem ergeben, dass dieses Risiko erst nach einer gewissen Erkrankungsdauer spürbar ansteigt und dann fünf Jahre nach der COPD-Diagnose das Doppelte im Vergleich zu Menschen ohne COPD beträgt. Wenn COPD-Patienten zusätzlich regelmäßige Exazerbationen erleiden und stark erhöhte Entzündungswerte aufweisen, steigt ihr Herztod-Risiko sogar auf das Dreifache. Denn akute Exazerbationen wirken sich wie regelrechte Entzündungs-Booster aus, die fatale Folgen für das Herz haben können", warnt Dr. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des VPK und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien Moers. So ist das akute Herzinfarktrisiko der Patienten in den ersten fünf Tagen nach Einsetzen einer COPD-Exazerbation doppelt so hoch wie in einer stabilen Phase der Erkrankung. www.lungenaerzte-im-netz.de

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