Südosteuropa versinkt im Schnee
Berlin/Rom/Belgrad - Schneemassen und Blitzeis machen Europa immer mehr zu schaffen. Rund 290 Menschen starben bisher in der Kälte. Starker Schneefall löste vor allem in Serbien und Italien ein ..mehr

Washington - Während der Streit um das iranische Atomprogramm eskaliert, sieht US-Präsident Barack Obama den Nahen Osten nicht am Rande eines Krieges. Er setzt weiter auf Diplomatie, um Teheran ..mehr
Manila - Ein starkes Erdbeben hat vor den Philippinen am Montag vorübergehend zu Tsunamialarm geführt. Die Behörden hoben ihre Warnung nach drei Stunden auf, weil keine größeren Wellen an die ..mehr
Berlin - Trotz inzwischen mehr als 50 Umweltzonen ist die Luft in Deutschland 2011 zu stark mit Feinstaub und Stickstoffdioxid belastet gewesen. Die Feinstaubwerte lagen dabei sogar über dem ..mehr
Berlin - Die Zahl linker Gewalttaten hat sich in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge 2011 deutlich erhöht. Wie die «Bild»-Zeitung (Montag) unter Berufung auf ihr vorliegende, vorläufige ..mehr
Peking/Sofia - China hat sein Veto gegen die Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat verteidigt. Der Entwurf sei einseitig gewesen und hätte die Situation nur noch komplizierter gemacht, wurde ..mehr
Paris - Der drohende Staatsbankrott Griechenlands ist eines der beherrschenden Themen des deutsch-französischen Gipfeltreffens heute in Paris. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist mit ..mehr
Hamburg - Nato-Soldaten werden nach Einschätzung des Oberkommandierenden der Afghanistan-Schutztruppe Isaf, John Allen, auch nach 2014 am Hindukusch kämpfen. Zwar blieben die Soldaten dann ..mehr
Passau - Die Passauer Rektorin Petra Seibert hat ihre Schule zur «Hallo- und tschüss-freien Zone» erklärt. «Über ein 'Grüß Gott' und ein freundliches 'Auf Wiedersehen' freuen wir uns jedoch ..mehr
Jena/Wiesbaden - Das Bundeskriminalamt (BKA) fordert mehr Personal für die Ermittlungen zur rechtsextremen Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU). Die 360 Beamten, die die ..mehr
Extremismus :: BKA verlangt mehr Personal für Neonazi-Ermittlungen :: BUSINESS-PANORAMA.de

ExtremismusBKA verlangt mehr Personal für Neonazi-Ermittlungen

Bild vergrößern: BKA verlangt mehr Personal für Neonazi-Ermittlungen

Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Foto: Andreas Endermann/ Archiv

Vergrößern
2012-02-05 | Jena/Wiesbaden - Das Bundeskriminalamt (BKA) fordert mehr Personal für die Ermittlungen zur rechtsextremen Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU).

Die 360 Beamten, die die Mordserie des Neonazi-Trios aufklären, sollten durch 50 zusätzliche Ermittler von der Bundespolizei und aus den Ländern verstärkt werden, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». In der kommenden Woche will er seine Bitte den Länder-Innenministern in einer Telefonschaltkonferenz vorbringen, wie das Magazin berichtet.

Die Bundesanwaltschaft geht nach internen Überprüfungen davon aus, dass sie der Terrorzelle nicht früher hätte auf die Spur kommen können. Generalbundesanwalt Harald Range hat einem Sprecher zufolge bereits am 22. November eine Evaluierungsgruppe aus vier Staatsanwälten ins Leben gerufen, die etwa 8000 Prüfvorgänge der Behörde aus den Jahren 1995 bis 2011 auf mögliche Versäumnisse hin überprüfte. Dabei ging es vor allem darum, ob die eigene Ermittlungszuständigkeit zu bis dato bekanntgewordenen mutmaßlichen Mitgliedern, Unterstützern oder Taten der NSU übersehen worden sein könnten.

Laut Behörde gab es in keinem Fall Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Sachbehandlung oder übersehene Ermittlungszuständigkeit der Bundesanwaltschaft in der Vergangenheit. «Vielmehr war die jeweilige Einschätzung auch aus der Sicht einer rückschauenden Betrachtung durchweg nachvollziehbar und rechtsfehlerfrei.»

Zuvor hatte der «Focus» berichtet, die frühere Vorsitzende Richterin des Bundesgerichtshofs, Ruth Rissing-van Saan, sei als interne «Sonderermittlerin» eingesetzt worden. Sie solle die Ermittlungsarbeit der Bundesanwälte in den vergangenen Jahren im rechtsradikalen Milieu überprüfen. Ein Sprecher stellte klar, dass Rissing-van Saan lediglich den schon fertigen Bericht daraufhin kontrollieren soll, ob die Prüfmethode plausibel war. Darum habe sie Range gebeten.

Unterdessen liegt nach Informationen des «Focus» ein kriminaltechnisches Gutachten vor, das die einzige Überlebende der Zelle, Beate Zschäpe, als Brandstifterin überführt. Ein Chemiker des Landeskriminalamtes Sachsen habe in Strümpfen der 37-Jährigen Rückstände gefunden, die höchstwahrscheinlich von Benzin stammten. Auch in den Resten der ausgebrannten Wohnung seien Benzinspuren gefunden worden. Zschäpe soll die Wohnung am 4. November 2011 angezündet haben, um Beweise zu vernichten.

Ihre Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos waren zuvor bei einem Bankraub im thüringischen Eisenach von der Polizei aufgespürt worden und hatten sich getötet. Dem aus Jena stammenden Trio werden unter anderem zehn Morde und eine Reihe von Banküberfällen zur Last gelegt. Laut «Spiegel» stehen nach BKA-Ermittlungen 17 Anmietungen von Leihwagen und Wohnmobilen durch die Gruppe in zeitlichem Zusammenhang mit deren mutmaßlichen Straftaten.

Die News BKA verlangt mehr Personal für Neonazi-Ermittlungen wurde am 2012-02-05 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern extremismus,kriminalität abgelegt.

Anzeige
WEITERE MELDUNGEN
Schnee und Eis lähmen Europa - rund 290 Kältetote
Berlin/Rom/Belgrad - Der Winter wird immer gefährlicher: Eine Woche nach dem Frosteinbruch machen Schneemassen und Blitzeis Europa zu schaffen. ..mehr
Dramatische Hochwasser-Lage in Australien
Sydney - Angesichts steigenden Hochwassers im australischen Bundesstaat Queensland hat die dortige Regierung tausende Menschen zur Flucht in ..mehr
USA zu Europa: Ihr seid uns wichtig
München - Europa kämpft gegen die Schuldenkrise. Und es zweifelt gelegentlich daran, wie wichtig es noch ist - vor allem für die Amerikaner. ..mehr
Münchner Sicherheitskonferenz: Russland im Abseits
München - Konfrontation statt Kooperation - Russland und der Westen liegen in globalen Sicherheitsfragen über Kreuz. Die Münchener ..mehr