Gesundheit

Leben mit einer Fettleber

  • Ralf Loweg/mp - 3. März 2021, 10:23 Uhr
Bild vergrößern: Leben mit einer Fettleber
mp Groß-Gerau - 20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an einer Fettleber. pixabay.com

ie eine Fettleber entsteht, wie man dieser Krankheit des wichtigen Stoffwechselorgans vorbeugen und entsprechend leben kann, zeigt jetzt das Gesundheitsmagazin 'Apotheken Umschau'.


Fettleber ist eine Volkskrankheit - und obwohl sie schwere Folgen nach sich ziehen kann, wird sie oft unterschätzt. "Leider wird die Fettleber immer noch häufig als Kavaliersdelikt abgetan", sagt Professor Ali Canbay, Direktor der Medizinischen Klinik an der Uniklinik Bochum. Wie eine Fettleber entsteht, wie man dieser Krankheit des wichtigen Stoffwechselorgans vorbeugen und entsprechend leben kann, zeigt jetzt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an einer Fettleber. Die langfristigen Folgen: Einerseits kann das Leiden zu einer Entzündung, einer Vernarbung und schließlich zum Versagen des Organs oder zu Leberkrebs führen. Andererseits erhöht es das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich.

Die Ursachen der Fettleber können vielfältig sein: zu viel Alkohol, virusbedingte Entzündungen, Nebenwirkungen mancher Medikamente, andere Erkrankungen, genetische Faktoren. Als häufigster Auslöser allerdings gilt eine falsche und zu reichhaltige Ernährung.

Bei der Entstehung einer Fettleber kommt es auch darauf an, wie die Nahrung zusammengesetzt ist. Als besonders nachteilig gilt Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, also ausgerechnet jener Zucker, der bis vor wenigen Jahren als ausgesprochen gesund galt. Sofern es nicht wieder verbrannt wird - etwa durch körperliche Aktivität -, verbleibt das Fett in der Leber.

"Fruktose allein kann auf diese Weise eine Fettleber verursachen, auch wenn man gar nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt", sagt Professorin Elke Roeb, Gastroenterologin und federführende Autorin der deutschen Leitlinie zur Fettleber. Obstsäfte sollte man deshalb meiden, da sie hochkonzentriert Fruktose enthalten.

Gut für die Leber ist dagegen eine ausgewogene Kost. Hierzu sollte man möglichst viel selbst kochen und frische Zutaten verwenden. Weitgehend meiden sollten Menschen mit Fettleber alkoholische Getränke. Achtung: Wer an einer alkoholischen Fettleber leidet, muss strikt auf Alkohol verzichten.

Hilfreich für die Lebergesundheit ist Bewegung, die das innere Bauchfett und das Leberfett schwinden lässt. Ausdauersport ist gut, aber auch zügiges Spazierengehen hilft bereits.

Entscheidend ist, möglichst viel Bewegung in den Alltag zu bringen, also Treppen zu steigen statt Aufzug zu fahren oder Einkäufe in der Nähe zu Fuß zu erledigen. Viele Menschen mit Fettleber haben Übergewicht - und profitieren davon, wenn sie ein paar Kilo abspecken.

Weitere Meldungen

Entwickler: Sputnik V verursacht keine Blutgerinnsel

Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V hat am Mittwoch betont, dass sein Vakzin keine Blutgerinnsel verursache. "Eine umfassende Analyse der unerwünschten

Mehr
Ein Kratzer mit Folgen


Wenn ein Haustier kratzt oder beißt, können Bakterien in den Körper dringen. Auch wenn von außen nicht viel zu sehen ist, können die nadelspitzen Zähne einer Katze oder

Mehr
Tatoos sind nicht harmlos


Die einen finden es total cool, die anderen sehen die bunten Bilder auf der Haut mit Grausen. Fest steht: Mindestens jeder fünfte Bundesbürger ist tätowiert, schätzt das

Mehr

Top Meldungen

Handelsverband will Ausgangssperren frühestens ab 22 Uhr

Berlin - Der Handelsverband HDE will die geplante nächtliche Ausgangssperre frühestens ab 22 Uhr. "Gerade in Zeiten der Pandemie geht es darum, das Kundenaufkommen zu entzerren

Mehr
US-Milliardenbetrüger Madoff mit 82 Jahren im Gefängnis gestorben

Bernard Madoff stand hinter dem größten Finanzbetrug der Geschichte und prellte zehntausende Anleger. Jetzt ist der einstige US-Starinvestor im Alter von 82 Jahren im Gefängnis

Mehr
DAX-Konzerne bereiten Impfstart vor

Berlin - Die größten deutschen Konzerne stehen in den Startlöchern, um Mitarbeiter, Angehörige und auch weitere Menschen gegen Covid-19 zu impfen. Das zeigt eine Umfrage des

Mehr