Technologie

Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erreichen 2020 Höchststand

  • AFP - 13. Januar 2021, 11:32 Uhr
Bild vergrößern: Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erreichen 2020 Höchststand
Viele Verbraucher sind in ungewollten Verträgen gefangen
Bild: AFP

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr so viele Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erhalten wie nie zuvor: 63.273 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe gingen ein, das waren rund 9000 mehr als 2019, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden 'gegen zahlreiche Unternehmen Ermittlungsverfahren eingeleitet'. Indes verhängte die Netzagentur nur gegen 17 Unternehmen Bußgelder - in einer Gesamthöhe von knapp 1,4 Millionen Euro.

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr so viele Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erhalten wie nie zuvor: 63.273 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe gingen ein, das waren rund 9000 mehr als 2019, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden "gegen zahlreiche Unternehmen Ermittlungsverfahren eingeleitet". Indes verhängte die Netzagentur nur gegen 17 Unternehmen Bußgelder - in einer Gesamthöhe von knapp 1,4 Millionen Euro.

Die Verbraucher beschwerten sich 2020 nach wie vor insbesondere über ungewollte Angebote zu Versicherungen, Finanz- und Energieversorgungsprodukten, wie die Behörde weiter mitteilte. Auch "aggressiv beworbene Zeitschriftenabonnements" sorgten demnach für Ärger.

Den Angaben zufolge wurden Verbrauchern vermehrt während des Gesprächs oder im Nachgang Verträge "untergeschoben". Manche Anrufer "schüchterten ihre Gesprächspartner mit aggressiven Beschimpfungen ein und überzogen diese mit dutzenden Anrufen", erklärte die Netzagentur. "In anderen Fällen verschleierten die Anrufer systematisch die Identität ihrer Auftraggeber oder traten sogar als Behördenvertreter auf, um das Vertrauen der Angerufenen zu erschleichen." Wer ohne Einwilligung Werbeanrufe erhält, kann Beschwerde unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde einreichen.

Weitere Meldungen

Microsoft steigt bei GM-Tochter Cruise ein

Der Software-Riese Microsoft will in das Tochterunternehmen Cruise des US-Autokonzerns General Motors investieren und sich damit offenbar auch auf dem Markt der selbstfahrenden

Mehr
Washington drängt Australien zur Aufgabe von geplantem Online-Mediengesetz

Die US-Regierung hat Australien zur Aufgabe eines geplanten Online-Mediengesetzes gedrängt, das die Internetriesen Google und Facebook dazu verpflichten würde, für die Verbreitung

Mehr
Verschärftes digitales Wettbewerbsgesetz in Kraft

Nach der Verabschiedung im Bundesrat ist seit Dienstag das neue Wettbewerbsrecht in Kraft. Das Bundeskartellamt erhält damit mehr Ermittlungsbefugnisse und leichteren Zugriff auf

Mehr

Top Meldungen

Umweltministerin für doppeltes Ausbautempo bei Wind- und Solarstrom

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich beschleunigen und erhöht den Druck auf die Union als

Mehr
Biontech reduziert Impfstoff-Lieferungen an Hamburg zusätzlich

Hamburg - Der Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer hat die Lieferungen an die Stadt Hamburg noch einmal reduziert. Grund ist, dass die Ärzte aus einer Ampulle mittlerweile sechs

Mehr
DIW: Januar-Lockdown kostet mehr als 60 Milliarden Euro

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, rechnet mit hohen Kosten durch den Januar-Lockdown und empfindlichen

Mehr