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JU-Chef mahnt CDU-Bewerber zu mehr Einsatz für digitale Bildung

  • dts - 18. Oktober 2020, 13:49 Uhr
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Berlin - Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, hat die drei Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz zu einem stärkeren Einsatz für digitale Bildung aufgerufen. "Beim Thema digitale Bildung hätte ich mir mehr gewünscht", sagte Kuban dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit Blick auf die Vorstellung der Kandidaten beim "Pitch" der JU am Samstagabend.

"Wir brauchen endlich eine Schulcloud für Deutschland, die funktioniert, und wir müssen dafür sorgen, dass die Mittel aus dem Digitalpakt endlich fließen. Dafür muss der kommunale Anteil bei der Mitfinanzierung entfallen. Da ist bei den Kandidaten noch Luft nach oben", so Kuban. Auch bei anderen Themen sei das Bedürfnis in der JU nach klareren Ausführungen groß.

Einige Mitglieder hätten ihm rückgemeldet, "dass sie sich bei den Themen Energiewende und Renteneintrittsalter deutlichere Aussagen gewünscht hätten", so Kuban. Hier seien in den vergangenen Jahren viele Fragen offen geblieben. "Ohne ein klares Konzept zur Rente, Pflege und Krankenversicherung werden wir nicht nochmal in den Wahlkampf ziehen können", sagte der JU-Chef. "Da muss der künftige Parteivorsitzende liefern."

Zufrieden zeigte sich Kuban mit dem Ablauf des Digitalformats. "Am Samstagabend waren mehrere tausend Leute live auf unseren YouTube- und Facebook-Kanälen dabei. Zudem haben Phoenix und Tagesschau live gestreamt." Das sei Reichweiten der digitalpolitischen Kommunikation, auf die keine andere Jugendorganisation komme. "Wir haben mit dem Format neue Maßstäbe gesetzt", so der JU-Chef. Zu seiner persönlichen Präferenz für einen der drei Kandidaten machte Kuban keine Angaben. "Das Rennen ist offen", sagte er. Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet hatten sich am Samstagabend in Berlin in einem ersten gemeinsamen Auftritt der Jungen Union vorgestellt. Die Diskussionsrunde wurde im Internet übertragen. In zwei Wochen soll das Ergebnis einer JU-Mitgliederbefragung vorliegen. Kuban hatte erklärt, mit seiner Entscheidung auf dem CDU-Parteitag am 4. Dezember dem Mehrheitsvotum der JU-Mitglieder zu folgen.

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