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Norwegischer Regierungschef: Selenskyjs Flugzeug nur knapp von Drohne verfehlt

  • AFP - 10. September 2026, 00:22 Uhr
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Selenskyj mit seiner Frau in Oslo
Bild: AFP

Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. Dies teilte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe mit.

Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. Der Vorfall habe sich beim Start der Maschine in Moldau ereignet, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Mittwochabend dem Rundfunksender NRK. Angaben aus der Ukraine und aus Moldau relativierten die Darstellung Gahr Störes.

"Das ist die Realität, in der er lebt", sagte Gahr Störe zu der mutmaßlichen Gefährdung Selenskyjs bei dem Flug. Weitere Angaben machte er nicht.

Aus dem Umfeld des ukrainischen Präsidenten verlautete, es sei "übertrieben", dass Selenskyj einem Risiko ausgesetzt gewesen wäre. Als eine russische Drohne in den Luftraum von Moldau und Rumänien eingedrungen sei, sei in Moldau ein Alarm ausgelöst worden.

Der moldauische Regierungssprecher Dumitru Ciorici erklärte, Moldau habe seinen Luftraum am Dienstagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr (Ortszeit, 15.30 Uhr MESZ) geschlossen, nachdem eine aus der Ukraine kommende russische Drohne eingedrungen sei. Nach 17.20 Uhr hätten die Behörden bestätigt, dass die Drohne abgestürzt und in etwa 160 Kilometer Entfernung vom internationalen Flughafen Chisinau explodiert sei. Die Flugbeschränkungen seien daraufhin aufgehoben worden, und das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten sei später als geplant gestartet.

Selenskyj war am Dienstagabend in der norwegischen Hauptstadt Oslo eingetroffen, wo er am Mittwoch an der Beerdigung von König Harald V. teilnahm. Am Vorabend hatte er mit Gahr Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen. Nach der Beerdigung reiste Selenskyj laut Gahr Störe nach Kanada weiter.

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