Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Aufkündigung des Iran-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump erwarten die Grünen eine Rückverlegung der beiden Bundeswehr-Schiffe aus der Region nach Deutschland.
Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben), sie rechne damit, dass die Besatzungen des Minenjagdboots Fulda und des Versorgungsschiffs Mosel den Sommer in Deutschland verbringen dürften. Alles andere wäre eine Überraschung, so Nanni. Sie könne sich nicht vorstellen, dass man die Schiffe in dieser Lage länger vor Ort auf ein Wunder warten lasse. Im September müssten die Crews so oder so zurück, bis dahin werde es keine tragfähige Vereinbarung oder ein verantwortliches Mandat des Bundestags geben können.
Auch der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, nannte eine Rückverlegung möglich. Es zeige sich, dass die Waffenruhe äußerst fragil sei, sagte er den Zeitungen. Daher sei die Zurückhaltung der Koalitionsfraktionen richtig gewesen, zum jetzigen Zeitpunkt des Konflikts keine Bundeswehrmission zu verabschieden. Wie es mit den beiden Schiffen weitergehe, müsse täglich an der Sicherheitslage vor Ort geknüpft werden. Alle Optionen, also auch ein Abzug von Mosel und Fulda, müssten auf den Tisch.
Das Minenjagdboot Fulda sowie das Versorgungsschiff Mosel der Bundeswehr warten in der Region auf einen Einsatz in der Straße von Hormus, um dort die Bedingungen für sichere Handelsschifffahrt wiederherzustellen. Als Bedingungen für einen Einsatz gelten eine Waffenruhe sowie die Zustimmung des Iran. Beides ist derzeit nicht gegeben.
Brennpunkte
Grüne rechnen mit Abzug von Bundeswehr-Schiffen aus Iran-Region
- dts - 9. Juli 2026
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