Die 100 größten Unternehmen in Europa tragen nach Berechnungen der Organisation Oxfam zur Verschärfung von Ungleichheiten in der Gesellschaft bei. Die Aktivisten verweisen in einer am Dienstag vorgestellten Studie auf die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen, überhöhte Chefgehälter und vernachlässigte Investitionen in den ökologischen Wandel.
Der Bericht untersucht die Geschäftsdaten der 100 umsatzstärksten Unternehmen Europas zwischen 2022 und 2024, darunter 27 deutsche Konzerne. Von den untersuchten Unternehmen legten 89 ihre Chef-Gehälter offen. Die durchschnittliche Höhe lag bei sechs Millionen Euro im Jahr. Im Jahr 2024 verdienten die Chefs nach Angaben von Oxfam im Schnitt 78 mal mehr als die Beschäftigten.
Gut die Hälfte der untersuchten europäischen Unternehmen veröffentlichte 2024 Daten zur unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen. In diesen Unternehmen verdienen Männer im Schnitt knapp elf Prozent mehr als Frauen. Deutschland liegt mit einem Unterschied von knapp 16 Prozent dabei deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
Der europaweit größte Lohnunterschied zeigte sich mit knapp 39 Prozent bei der Deutschen Bank. Allerdings gab es auch Unternehmen wie BMW oder DHL, in denen Frauen im Durchschnitt mehr verdienten als Männer.
Oxfam forderte, den Abstand zwischen den Gehältern der Topmanager und den Beschäftigten zu begrenzen. Zudem müsse die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz zügig in deutsches Recht umgesetzt werden.
Bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ergibt sich ein gemischtes Bild: Insgesamt gingen die Emissionen der 92 untersuchten Unternehmen, die 2024 dazu Zahlen veröffentlichten, zurück. Bei einzelnen Konzernen stieg er jedoch an, etwa bei Lufthansa und ThyssenKrupp. Zu den Unternehmen, die keine oder unvollständige Angaben machten, zählten etwa Bosch und Rewe.
Wirtschaft
Oxfam: Europas größte Unternehmen verschärfen Ungleichheiten
- AFP - 9. Juni 2026, 00:06 Uhr
Die 100 größten Unternehmen in Europa tragen nach Berechnungen der Organisation Oxfam zur Verschärfung von Ungleichheiten in der Gesellschaft bei und unternehmen nicht genug gegen den Klimawandel.
Weitere Meldungen
Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten wollen die bereits genehmigte Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance noch in
MehrDer Chef des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat sich erstmals öffentlich konkreter zu möglichen weiteren Stellenstreichungen geäußert. In einem im Intranet des Konzerns
MehrDer Diamantenkonzern De Beers will seine Produktion im größten Diamantenbergwerk Südafrikas zugunsten von Kosteneinsparungen für zwei Jahre auf Eis legen. Die Marktbedingungen
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine Erhöhung der Tabakpreise aus. Das berichtet der "Stern" unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), hat sich für eine höhere Tabaksteuer ausgesprochen.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele
Mehr














