Technologie

Umfrage: Große Mehrheit für härteres Vorgehen gegen KI-Fakes

  • dts - 15. Mai 2026
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Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Eine breite Mehrheit der Deutschen wünscht sich ein härteres Vorgehen gegen manipulierte KI-Inhalte auf digitalen Plattformen. Das geht aus einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag des Vereins Campact hervor, über welche die "Rheinische Post" berichtet.

Demnach sprechen sich 92 Prozent der Befragten dafür aus, dass große Technologieunternehmen wie Meta, Tiktok und Google künftig konsequenter kontrolliert und bestraft werden sollten, wenn sie KI-manipulierte Inhalte nicht löschen. Nur sieben Prozent sind dagegen, ein Prozent ist unentschlossen. Bei den 14- bis 29-Jährigen fällt der Wunsch nach strengeren Regeln mit 94 Prozent am stärksten aus. Für die Umfrage wurden gut 1.000 Menschen Anfang Mai befragt.

Zudem spricht sich eine Mehrheit der Befragten dafür aus, dass Plattformen das Hochladen manipulierter KI-Inhalte gar nicht erst erlauben sollten. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) fordern, dass Betreiber den Upload von vornherein unterbinden sollten. 29 Prozent finden es dagegen akzeptabel, manipulierte KI-Inhalte erst nach Veröffentlichung und einer Meldung zu prüfen. Bei Frauen (74 Prozent) fällt die Zustimmung zu einem generellen Verbot höher aus als bei Männern (60 Prozent).

Die geschäftsführende Vorständin bei Campact, Astrid Deilmann, sagte der "Rheinischen Post", die Umfrageergebnisse zeigten, dass die Mehrheit keine KI-Fakes wolle. Deepfakes von Politikern, gefälschte Stimmen und KI-generierte Personen vergifteten das Miteinander. Sie hätten im öffentlichen Diskurs nichts verloren. Die Bundesregierung müsse jetzt hart gegen die Plattformen wie Meta, Tiktok und Google durchgreifen, die mit KI-Fakes Millionen verdienten. Konkret forderte sie härtere Bußgelder, wenn die Plattformen ihrer Löschpflicht nicht nachkämen, sowie eine verbindliche Upload-Prüfung für täuschend echte KI-Manipulationen von Menschen.

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