Wirtschaft

BMW zahlt in den USA Millionenstrafe wegen Vorwurfs manipulierter Verkaufszahlen

  • AFP - 24. September 2020, 23:46 Uhr
Bild vergrößern: BMW zahlt in den USA Millionenstrafe wegen Vorwurfs manipulierter Verkaufszahlen
BMW-Logo
Bild: AFP

Der Autobauer BMW muss wegen des Vorwurfs manipulierter Verkaufszahlen in den USA eine Strafe von umgerechnet 15 Millionen Euro zahlen. Die US-Finanzmarktaufsicht SEC erklärte, BMW habe zwischen 2015 und 2019 seine Verkaufszahlen durch 'fehlerhafte und irreführende' Angaben künstlich in die Höhe getrieben.

Der Autobauer BMW muss wegen des Vorwurfs manipulierter Verkaufszahlen in den USA eine Strafe von umgerechnet 15 Millionen Euro zahlen. Die US-Finanzmarktaufsicht SEC erklärte am Donnerstag, BMW habe zwischen 2015 und 2019 seine Verkaufszahlen durch "fehlerhafte und irreführende" Angaben künstlich in die Höhe getrieben.

Damit habe der Autobauer die Lücke zwischen tatsächlichen Verkaufszahlen und internen Zielvorgaben überbrückt und öffentlich eine Führungsposition im Premiumsegment für sich beansprucht, erklärte die Behörde. Zugleich habe BMW in den USA in dem Zeitraum rund 18 Milliarden Dollar an Investorengeldern eingesammelt.

"Durch wiederholtes Offenlegungs-Versagen hat BMW Investoren über seine US-Verkaufszahlen und die Kundennachfrage nach BMW-Fahrzeugen in den USA in die Irre geführt, während das Unternehmen in den USA Kapital aufbrachte", erklärte Stephanie Avakian von der Finanzmarktaufsicht.

Den Angaben zufolge hatte die Nordamerika-Tochter von BMW eine Art Reservoir an Fahrzeugen, deren Verkauf zunächst nicht gemeldet wurde, um monatliche Zielvorgaben unabhängig vom Verkaufszeitpunkt zu erfüllen. Demnach bezahlte BMW Händler zudem dafür, Autos fälschlicherweise als Vorführfahrzeuge oder Leihfahrzeuge zu deklarieren, damit der Konzern höhere Verkaufszahlen angeben kann.

Durch die Zahlung der Strafe in Höhe von 18 Millionen Dollar durch die BMW AG und zwei Tochterunternehmen werden die Ermittlungen ohne Schuldeingeständnis des Autobauers eingestellt. BMW erklärte, die Geldstrafe angenommen zu haben und betonte, bei den Ermittlungen umfänglich kooperiert zu haben.

Weitere Meldungen

Bundesrechnungshof fordert "digitale Aufrüstung" gegen Umsatzsteuerbetrug

Umsatzsteuerbetrug verursacht jährlich einen Milliardenschaden für Deutschland - und wird aus Sicht des Bundesrechnungshofs trotzdem noch nicht wirksam verhindert. Gerade in

Mehr
Eilantrag zu teilweiser Aussetzung von Berliner Mietendeckel scheitert in Karlsruhe

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag eines Berliner Vermieters abgelehnt, die zweite Stufe des sogenannten Mietendeckels in der Hauptstadt auszusetzen. Vermietern

Mehr
Verbraucherschutzministerin Lambrecht begrüßt Neuregelung der EU-Fahrgastrechte

Bundesverbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Reform der Fahrgastrechte in der Europäischen Union begrüßt, die für Bahnreisende eine Reihe von Verbesserungen

Mehr

Top Meldungen

Bundesfinanzhof bestätigt ermäßigten Steuersatz für Techno-Partys

München - Wenn Techno-Partys irgendwann wieder legal stattfinden, können sich die Veranstalter berechtigte Hoffnung darauf machen, nur den ermäßigten Umsatzsteuersatz abführen zu

Mehr
Wasserstoffhype treibt Platinbedarf in die Höhe

Berlin - Die weltweite Nachfrage nach Platin für Wasserstofftechnologien wird sich in den nächsten zehn Jahren wohl versiebenfachen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung

Mehr
Preise sinken im Oktober um 0,2 Prozent

Wiesbaden - Die Inflationsrate in Deutschland wird im Oktober 2020 voraussichtlich -0,2 Prozent betragen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in

Mehr