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Der Dispo-Kredit geht ins Geld

  • Rudolf Huber/wid - 24. September 2020, 12:35 Uhr
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wid Groß-Gerau - Dispokredite können ganz schön ins Geld gehen. Rudolf Huber / wid

Er ist praktisch und kann geschmeidig einen kurzen finanziellen Engpass beseitigen: der Dispokredit. Doch er ist für Bankkunden auch ganz schön teuer. Ein Vergleich von 571 deutschen Girokonten zeigt, dass Verbraucher durchschnittlich 9,79 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie ihr Konto überziehen. In der Spitze werden sogar 13,75 Prozent fällig.


Er ist praktisch und kann geschmeidig einen kurzen finanziellen Engpass beseitigen: der Dispokredit. Doch er ist für Bankkunden auch ganz schön teuer. Ein Vergleich von 571 deutschen Girokonten zeigt, dass Verbraucher durchschnittlich 9,79 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie ihr Konto überziehen. In der Spitze werden sogar 13,75 Prozent fällig.

Trotz hoher Zinsen nutzen derzeit 15 Prozent der Deutschen ihren Dispositionskredit, so eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24. Dabei ist gut ein Drittel (34 Prozent) der Verbraucher mit weniger als 500 Euro im Minus. Immerhin 25 Prozent haben ihr Konto um mehr als 1.500 Euro überzogen.

Weiteres Ergebnis: Für die meisten Bankkunden ist der Dispositionskredit zwar nur eine kurze Überbrückungshilfe. 27 Prozent nutzen ihn weniger als einen Monat lang. Doch immerhin 23 Prozent der Befragten geben an, ihr Konto länger als zwölf Monate zu überziehen.

Wer sein Konto für zwölf Monate um 1.500 Euro überzogen hat und dafür die durchschnittlichen Zinsen von 9,79 Prozent pro Jahr zahlt, gibt dafür 147 Euro aus. Beim maximalen Zins von 13,75 Prozent sind es sogar 206 Euro.

"Viele Banken verlangen hohe Gebühren für die Kontoüberziehung", sagt Rainer Gerhard, Geschäftsführer Karten und Konten bei Check24. "Für Verbraucher lohnt sich der Wechsel zu einem günstigen Konto." Die Zinsen für die Kontoüberziehung würden nämlich zwischen 0,00 und 13,75 Prozent schwanken.

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