Technologie

Elon Musk kündigt 25.000-Dollar-Tesla an - aber erst in einigen Jahren

  • AFP - 23. September 2020, 11:08 Uhr
Bild vergrößern: Elon Musk kündigt 25.000-Dollar-Tesla an - aber erst in einigen Jahren
Tesla-Chef Elon Musk
Bild: AFP

Tesla-Chef Elon Musk will Elektroautos deutlich erschwinglicher machen. Dank einer massiven Kostensenkung bei den Batterien sollen die E-Fahrzeuge damit 'so schnell wie möglich' beim Übergang ins Zeitalter der nachhaltigen Energien helfen.

Der US-Autobauer Tesla will Elektroautos deutlich erschwinglicher machen. Dank einer massiven Kostensenkung bei den Batterien sollen die E-Fahrzeuge weitaus stärker als bislang zum Massenprodukt werden und damit "so schnell wie möglich" beim Übergang ins Zeitalter der nachhaltigen Energien helfen, wie Tesla-Chef Elon Musk ankündigte. Die Tesla-Aktien gaben nach der Ankündigung allerdings kräftig nach - denn bis die neuen Akkus im großen Stil produziert werden können, wird es noch einige Jahre dauern.

Angesichts des Klimawandels sei es "absolut entscheidend", Elektroautos zu bauen, die die Menschen sich leisten könnten, sagte Musk am Dienstag bei der im Internet übertragenen Tesla-Präsentation. Nach Unternehmensangaben könnte in rund drei Jahren ein Wagen zum Preis von 25.000 Dollar (umgerechnet gut 21.000 Euro) angeboten werden.

Wie viel das Auto dann in Deutschland kosten könnte, ist derzeit aber noch nicht abzusehen. So liegt der Listenpreis für das Model 3, mit dem Tesla mit einem 35.000-Dollar-Versprechen erstmals den Durchbruch auch abseits des Oberklassesegments anpeilte, hierzulande deutlich darüber.

Bereits seit seiner Gründung 2003 schreibt sich Tesla auf die Fahnen, Elektroautos aus der Nische zu holen und massentauglich zu machen. Dafür setzt das Unternehmen, das derzeit auch in Grünheide bei Berlin eine Fabrik baut, neben technischen Innovationen vor allem auf eine Wachstumsstrategie, um letztlich die Kosten für die Produktion großer Stückzahlen zu senken.

Entscheidend ist für Elektroautos dabei die Batteriefertigung. Bei der Präsentation am Dienstag, vor der Musk mit der Aussicht auf die Verkündung "wahnsinniger" Entwicklungen hohe Erwartungen geweckt hatte, stellte Tesla nun eine Reihe von Neuerungen vor - unter anderem in der Konzeption der Zellen, beim Einsatz von Silizium und in der Herstellungskette. Durch die Änderungen sollen die Kosten für die Produktion pro Kilowattstunde um 56 Prozent gesenkt werden.

Bislang lässt Tesla seine Batterien in Fabriken in den USA und China herstellen. Da die eigene Produktion nicht ausreicht, muss Tesla zudem Batterien unter anderem von Panasonic herstellen lassen. Trotzdem könnte Tesla laut Musk im Jahr 2022 ein Mangel an Batterien drohen, selbst wenn die Zulieferer ihre Produktion drastisch steigern. Deshalb müsse das Unternehmen nun "selbst tätig werden".

Im Vorfeld der Präsentation war unter anderem auch spekuliert worden, dass Tesla neben einer deutlichen Senkung der Produktionskosten auch eine massive Ausweitung von Reichweite und Lebensdauer der Batterien verkünden könnte. Analyst Karl Brauer von iSeeCars kommentierte, dass "kein großes Ding", sondern "viele kleine Verbesserungen" vorgestellt worden seien. Zusammengenommen könnten sie allerdings dazu beitragen, dass Batterien künftig schneller und günstiger produziert würden und eine größere Reichweite hätten. 

Investoren reagierten dennoch enttäuscht: Im nachbörslichen Handel gaben die Tesla-Papiere rund sechs Prozent nach. 

Weitere Meldungen

Microsoft profitiert von Trend zum Homeoffice in Corona-Pandemie

Microsoft profitiert erheblich vom weltweiten Trend zum Homeoffice in der Corona-Pandemie: Der US-Softwareriese steigerte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 13,9 Milliarden

Mehr
Außenminister Maas fordert "digitale Souveränität" der EU

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat mehr Souveränität der EU in Digitalisierungsfragen gefordert. "Deutschland und Europa müssen ihren eigenen digitalen Weg gehen", sagte

Mehr
DHL erwartet "bisher unerreichte Sendungsmengen" in Wochen vor Weihnachten

Der Paketlieferdienst DHL Express, Tochter der Deutschen Post, rechnet in den Wochen bis Weihnachten mit weltweit "bisher unerreichten Sendungsmengen". Das Volumen im globalen

Mehr

Top Meldungen

Bundesfinanzhof bestätigt ermäßigten Steuersatz für Techno-Partys

München - Wenn Techno-Partys irgendwann wieder legal stattfinden, können sich die Veranstalter berechtigte Hoffnung darauf machen, nur den ermäßigten Umsatzsteuersatz abführen zu

Mehr
Wasserstoffhype treibt Platinbedarf in die Höhe

Berlin - Die weltweite Nachfrage nach Platin für Wasserstofftechnologien wird sich in den nächsten zehn Jahren wohl versiebenfachen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung

Mehr
Preise sinken im Oktober um 0,2 Prozent

Wiesbaden - Die Inflationsrate in Deutschland wird im Oktober 2020 voraussichtlich -0,2 Prozent betragen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in

Mehr