Politik

Biden: Trumps Umgang mit Corona-Krise "disqualifiziert" ihn für Präsidentenamt

  • AFP - 17. September 2020, 00:07 Uhr
Bild vergrößern: Biden: Trumps Umgang mit Corona-Krise disqualifiziert ihn für Präsidentenamt
US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden
Bild: AFP

Der US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Präsident Donald Trump wegen dessen Umgang mit der Corona-Krise die Eignung für das höchste Amt im Land abgesprochen.

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Präsident Donald Trump wegen dessen Umgang mit der Corona-Krise die Eignung für das höchste Amt im Land abgesprochen. "Die erste Aufgabe des Präsidenten besteht darin, das amerikanische Volk zu schützen, und das wird er nicht tun. Das disqualifiziert ihn völlig", sagte Biden am Mittwoch nach einem Treffen mit Gesundheitsexperten in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. 

Trump lasse es an "Ernsthaftigkeit" im Umgang mit der Pandemie mangeln, warf der Kandidat der oppositionellen Demokraten seinem Kontrahenten bei der Wahl am 3. November vor. Der Präsident weigere sich, wichtige Schritte zur Eindämmung des Virus zu unternehmen, etwa die Einführung landesweit geltender Abstandsregeln.

Biden beschuldigte Trump zudem, die Suche nach einem Corona-Impfstoff für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Er glaube dessen Äußerungen nicht, wonach schon in wenigen Wochen ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, erklärte der Demokrat. Der Prozess sollte sich an wissenschaftlichen und Sicherheitsstandards orientieren, nicht an der Politik, forderte er. 

"Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich vertraue auf Impfstoffe, ich vertraue auf Wissenschaftler, aber ich vertraue nicht Donald Trump", sagte Biden. "Zu diesem Zeitpunkt kann das amerikanische Volk das auch nicht."

Trump hatte am Dienstag erklärt, er rechne innerhalb von drei bis vier Wochen mit einem Corona-Impfstoff. Weniger als zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl steht Trump wegen der anhaltenden Corona-Krise in den USA enorm unter Druck. Die Demokraten äußerten bereits die Befürchtung, dass Trump massiven Druck auf Forscher und Gesundheitsbehörden ausübt, damit möglichst bald ein Impfstoff zugelassen wird.

Die USA sind mit fast 200.000 Toten das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Trump wird vorgeworfen, die Gefahr durch den neuartigen Erreger lange unterschätzt zu haben und die Bürger immer wieder mit Äußerungen über angeblich vielversprechende Behandlungsmethoden in die Irre zu führen.

Weitere Meldungen

Staatsschutz in Krefeld ermittelt wegen nächtlicher Brandstiftung an zwei Autos

Der Staatsschutz der Polizei in Krefeld ermittelt wegen einer womöglich politisch motivierten Brandstiftung an zwei Autos. An einem der betroffenen Wagen war der Aufkleber einer

Mehr
Senioren in Deutschland zunehmend von Altersarmut bedroht

Senioren in Deutschland sind laut amtlicher Statistik zunehmend von Altersarmut bedroht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch erhöhte sich der Anteil der

Mehr
Weniger junge Erwachsene wandern von Osten nach Westen

Die Trendwende bei der Ost-West-Wanderung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass immer weniger junge Erwachsene Ostdeutschland den Rücken kehren. Während im Jahr 2001 noch mehr

Mehr

Top Meldungen

Coronakrise macht ProSiebenSat.1 weiter zu schaffen

Unterföhring - Die Folgen der Corona-Pandemie machen dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 weiterhin zu schaffen. Allerdings sei die Lage bei der TV-Reklame nicht mehr so dramatisch

Mehr
Pofalla verteidigt Rolle der Bahn in Coronakrise

Berlin - Ronald Pofalla, Bahn-Vorstand für Infrastruktur, will in der Coronakrise nicht sparen. "Wir ziehen das Investitionsprogramm zu 100 Prozent durch. Unsere 12,2 Milliarden

Mehr
Arbeitsagentur-Chef sieht Ende der Krise

Nürnberg - Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, sieht den Arbeitsmarkt nach der Präsentation der neuen Arbeitslosenzahlen wieder auf dem Weg aus

Mehr