Wirtschaft

Getreideernte fällt wohl deutlich geringer aus als im Vorjahr

  • AFP - 13. August 2020, 12:30 Uhr
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Getreideernte auf einem Feld in Nordrhein-Westfalen
Bild: AFP

Die diesjährige Getreideernte wird laut einer Prognose des Deutschen Raiffeisenverbands vermutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Von dem enttäuschenden Ergebnis des Dürrejahres 2018 ist Deutschland demnach aber 'noch weit entfernt'.

Die diesjährige Getreideernte wird laut einer Prognose des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) vermutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Grund dafür sei eine "spürbar geringere Anbaufläche", erklärte der Verband am Donnerstag. Von dem enttäuschenden Ergebnis des Dürrejahres 2018 ist Deutschland demnach aber "noch weit entfernt".

Während die Getreideernte 2018 dem DRV zufolge nur bei 37,9 Millionen Tonnen lag, wird sie für dieses Jahr auf 42,9 Millionen Tonnen geschätzt. Dies liegt dennoch deutlich unterhalb der 44,3 Millionen Tonnen aus dem Vorjahr - vor allem weil die Anbaufläche schrumpft. "Das betrifft vornehmlich den Winterweizen, dessen Anbaufläche nun knapp zehn Prozent unter dem Vorjahreswert liegen soll", erklärte der Verband.

"Diese Entwicklung hat große Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, macht doch der Winterweizen knapp die Hälfte der deutschen Getreideernte aus", erklärte DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. 

Dass nun die Brötchen- oder Brotpreise wegen der unterdurchschnittlichen Ernte deutlich steigen könnten, brauchen Verbraucher demnach aber nicht zu fürchten: Die Rohstoffkosten pro Brot oder Brötchen liegen laut Seedler "nur im niedrigen einstelligen Centbereich".

Auf den internationalen Märkten stehen die Genossenschaften dem DRV zufolge derzeit vor der Herausforderung, "eine insgesamt niedrige deutsche und europäische Getreideernte in einem gut versorgten globalen Umfeld zu vermarkten". Weltweit werde aktuell mit gut 2,2 Milliarden Tonnen "die höchste jemals erzielte Getreideernte" erwartet. Vor allem die Schwarzmeerregion und Australien würden mit deutlich höheren Ernten als in den Vorjahren als starke Wettbewerber am Exportmarkt auftreten.

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