Wirtschaft

Goldpreis übersteigt erstmals Marke von 2000 Dollar pro Unze

  • AFP - 4. August 2020, 21:06 Uhr
Bild vergrößern: Goldpreis übersteigt erstmals Marke von 2000 Dollar pro Unze
Goldbarren
Bild: AFP

Der Goldpreis hat erstmals in seiner Geschichte die symbolische Marke von 2000 Dollar überschritten. Der Preis für eine Unze des Edelmetalls stieg zwischenzeitlich auf mehr als 2008 Dollar. Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage.

Der Goldpreis hat erstmals in seiner Geschichte die symbolische Marke von 2000 Dollar überschritten. Der Preis für eine Unze des Edelmetalls stieg am Dienstag zwischenzeitlich auf mehr als 2008 Dollar (rund 1708 Euro) an. Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage, was den Preis nach oben treibt.

Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis um fast 30 Prozent. Schon Ende Juli kratzte der Goldpreis an der 2000-Dollar-Marke. Der frühere Rekord lag jahrelang bei 1921,18 Dollar vom September 2011. Nun wurde erstmals die Schwelle von 2000 Dollar überschritten.

Grund sind auch Sorgen von Anlegern angesichts der Hängepartie im US-Kongress im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten sind heillos zerstritten, was Umfang und Ausgestaltung des neuen Pakets angeht. Die Verhandlungen stecken seit Tagen fest.

Die Commerzbank erklärte am Dienstag in einer Analyse zum Goldpreis, neben den weiterhin hohen Zahlen neuer Coronavirus-Infektionen und dem Ringen um das US-Hilfspaket sorge auch die Zunahme von Negativzinsen zu einer steigenden Nachfrage nach dem Edelmetall. Ein weiterer Faktor ist der derzeit recht niedrige Dollarkurs. Weil der Goldpreis in Dollar bemessen wird, ist Gold derzeit für Besitzer anderer Devisen preiswerter zu kaufen.

Anleger rund um den Globus wollen sich zudem gegen Inflationsrisiken absichern. Durch die milliardenschweren Hilfsprogramme von Notenbanken wird massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Während sich gleichzeitig wegen weitreichender Produktionsausfälle das Angebot verknappt, steigt die Geldmenge - und damit wächst die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und einem Wertverfall des Geldes.

Weitere Meldungen

CSU-Generalsekretär: Fortbestand von Industriejobs nicht garantiert

Berlin - CSU-Generalsekretär Markus Blume hält in Folge des Strukturwandels und der Coronakrise den Niedergang von Industrieberufen für möglich. Die Politik könne keine Garantie

Mehr
Lufthansa weist Vorwurf des Lohndumpings bei neuer Touristik-Tochter zurück

Die Lufthansa wehrt sich gegen den Vorwurf, durch die Gründung ihrer neuen Ferienfluggesellschaft Ocean in der Corona-Krise Tariflöhne zu umgehen. Der Konzern habe schon vor der

Mehr
Erneut mehr als 800.000 neue Arbeitslosenmeldungen in den USA

In den USA haben inmitten der Corona-Krise erneut mehr als 800.000 Menschen ihren Job verloren. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte, meldeten sich in

Mehr

Top Meldungen

EU-Kommission: Starker Euro belastet Wachstum

Brüssel - Der starke Euro könnte nach Einschätzung der EU-Kommission zur Belastung für den Aufschwung in der Eurozone werden. Eine weitere Aufwertung der europäischen

Mehr
Bericht: Bundesbank prüfte Ankauf von Wirecard-Anleihe

Frankfurt/Main - Die Bundesbank hat offenbar im vergangenen Jahr gemeinsam mit anderen Währungsbehörden geprüft, ob sie eine Anleihe des inzwischen insolventen

Mehr
EuGH: Apotheken dürfen mithilfe kostenpflichtiger Links werben

Apotheken können im EU-Ausland über kostenpflichtige Links in Suchmaschinen und Preisvergleichsportale werben. Der Staat darf dies nicht verbieten, entschied der Europäische

Mehr