Wirtschaft

Société Générale macht 1,3 Milliarden Euro Verlust im zweiten Quartal

  • AFP - 3. August 2020, 11:02 Uhr
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Die höhere Risikovorsorge wegen erwarteter Kreditausfälle in der Corona-Krise belastet die Banken. Die französische Großbank Société Générale machte im zweiten Quartal einen Verlust von 1,26 Milliarden Euro. Der Gewinn der internationalen Großbank HSBC mit Sitz in Hongkong sank.

Die höhere Risikovorsorge wegen erwarteter Kreditausfälle in der Corona-Krise belastet die Banken. Die französische Großbank Société Générale machte im zweiten Quartal einen Verlust von 1,26 Milliarden Euro, wie sie am Montag mitteilte. Der Gewinn der internationalen Großbank HSBC mit Sitz in Hongkong brach im zweiten Quartal um 96 Prozent ein: von 4,4 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 192 Millionen Dollar (163 Millionen Euro).

Die Société Générale erklärte, sie habe ihre Risikovorsorge von 314 Millionen Euro im zweiten Quartal 2019 auf 1,3 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2020 aufgestockt. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro unter dem Strich gestanden. Auch im ersten Quartal 2020 machte die Société Générale bereits Verlust, er betrug 326 Millionen Euro. Das zweite Quartal sei "stark betroffen von der Corona-Krise und den wirtschaftlichen Folgen" gewesen; hinzu kam eine hohe Abschreibung auf das Kapitalmarktgeschäft. 

Die HSBC erklärte, die ersten sechs Monate gehörten "zu den schwierigsten in Lebzeiten". Im ersten Halbjahr ging der Gewinn auf 1,97 Milliarden Dollar zurück - nach 8,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Verluste durch Kreditausfälle und Abschreibungen auf Kredite beliefen sich von Januar bis Juni auf 6,8 Milliarden Dollar.

Die HSBC ist auch stark von den sich verschlechternden US-chinesischen Beziehungen betroffen. Die Bank macht 90 Prozent ihrer Geschäfte in Asien, China und Hongkong sind ihre größten Wachstumsmärkte. Die US-chinesischen Spannungen "schaffen Herausforderungen für eine Organisation wie die HSBC", erklärte Bankchef Noel Quinn. Im Februar hatte das Institut einen Sparkurs angekündigt, binnen drei Jahren sollen 35.000 Stellen gestrichen werden.

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