Lifestyle

Gauland sieht AfD-Zukunft wegen Kalbitz-Streit pessimistisch

  • dts - 2. August 2020
Bild vergrößern: Gauland sieht AfD-Zukunft wegen Kalbitz-Streit pessimistisch
Alexander Gauland
dts

.

Berlin - Im Streit der AfD über den Fall Andreas Kalbitz sieht der Ehrenvorsitzende und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland für sich keine Möglichkeit zur Befriedung der internen Lagerkämpfe. "Ich kann die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiert", sagte Gauland der "Welt am Sonntag".

Er wolle "nicht hoffen", dass aus dem Streit über den Umgang mit dem bisherigen Brandenburger Landes- und Fraktionsvorsitzenden Kalbitz "ein Zerfall der Partei wird". Aber "ich fürchte", so Gauland, "die Partei geht schwierigen Zeiten entgegen, und ich sehe im Moment kaum Möglichkeiten, sie davor zu bewahren". Gaulands pessimistische Einschätzung der Lage der AfD tangiert dabei auch die Überlegungen des 79-Jährigen bezüglich seiner eigenen politischen Zukunft. Als Fraktionschef werde er nicht mehr antreten. Auf die Frage, ob er nach der Bundestagswahl 2021 auch der nächsten AfD-Bundestagsfraktion angehören wolle, sagte Gauland: "Ich habe immer gesagt, dass ich das erst im Winter entscheide. Wenn ich das hier so sehe, bin ich eher skeptisch." Schwere Vorwürfe machte Gauland dem AfD-Chef Jörg Meuthen, der im Mai mit Hilfe einer knappen Mehrheit im AfD-Bundesvorstand den Beschluss herbeiführte, Kalbitz` AfD-Mitgliedschaft zu annullieren, weil Kalbitz bei seinem Parteieintritt 2013 vorherige Mitgliedschaften bei den Republikanern und der neonazistischen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) verschwiegen habe. Dieses Verfahren der Mitgliedschaftsannullierung sei "ein Trick" gewesen, sagte Gauland, und dabei sei "abermals getrickst" worden, weil der Bundesvorstand nicht die Vorlage von Belegen für die HDJ-Mitgliedschaft abgewartet habe.

Weitere Meldungen

Behörden suchen fieberhaft nach Ursprung von neuem Infektionsherd in Neuseeland

Im Kampf gegen den neuen Corona-Infektionsherd in Neuseeland haben sich die Behörden in einen Wettlauf gegen die Zeit begeben. Alle seit Dienstag aufgetretenen Neuinfektionen

Mehr
Lauterbach für Maskenpflicht in Berliner Hasenheide

Berlin - Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert eine Maskenpflicht im Berliner Volkspark Hasenheide und auf dem Brüsseler Platz in Köln. "An den besonders

Mehr
Bundespolizeigesetz droht zu scheitern

Berlin - Das geplante Bundespolizeigesetz droht in der laufenden Legislaturperiode endgültig zu scheitern. Das berichtet der "Spiegel". Demnach beharrt das

Mehr

Top Meldungen

Zahlungsunfähige Unternehmen müssen ab Oktober Insolvenz anmelden

Berlin - Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat angekündigt, dass zahlungsunfähige Unternehmen trotz der Coronakrise bereits ab Oktober wieder pflichtgemäß

Mehr
Großhandelspreise im Juli gesunken

Wiesbaden - Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im Juli 2020 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am

Mehr
Zahl der Zeitarbeiter geht deutlich zurück

Berlin - Die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland ist in der Coronakrise drastisch um mehr als 120.000 gesunken. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor,

Mehr