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Antennen für größtes Radioteleskop der Welt werden in Australien errichtet

  • AFP - 5. Dezember 2022, 12:26 Uhr
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Die Antennen erinnern ein bisschen an Tannenbäume
Bild: AFP

Im Outback im Westen Australiens werden seit Montag Antennen für das größte Radioteleskop der Welt errichtet. Nach Fertigstellung sollen sie mit weiteren Parabolantennen in Südafrika zum internationalen Square Kilometre Array (SKA) zusammengeschaltet werden.

Im Outback im Westen Australiens werden seit Montag Antennen für das größte Radioteleskop der Welt errichtet. Die insgesamt mehr als 130.000 Antennen, die ein bisschen an Tannenbäume erinnern, sollen nach Fertigstellung mit weiteren Parabolantennen in Südafrika zum internationalen Square Kilometre Array (SKA) zusammengeschaltet werden. Mit diesem extrem leistungsstarken Radioteleskop wollen Wissenschaftler die Geheimnisse des Universums erforschen.

Die Idee für das Teleskop entstand schon Anfang der 90er Jahre, Finanzierungsprobleme und diplomatische Streitigkeiten haben das Milliardenprojekt aber immer wieder verzögert. Der Baubeginn in Australien ist für SKA-Generaldirektor Philip Diamond daher ein "bedeutungsvoller Moment". Das Teleskop werde einmal "eine der größten wissenschaftlichen Unternehmungen der Menschheit sein".

Die Wissenschaftler erhoffen sich unter anderem neue Erkenntnisse zur Entstehung des Universums, aber auch Hilfe bei der Suche nach intelligenten Lebewesen außerhalb unseres Sonnensystems. Das SKA werde dabei helfen, "Geburt und Tod von Galaxien aufzuzeichnen, nach neuen Arten von Gravitationswellen zu suchen und die Grenzen unseres Wissens über das Universum zu erweitern", sagte Teleskop-Direktorin Sarah Pearce.

Die Standorte im australischen Bundesstaat Western Australien und in der Karoo-Halbwüste in Südafrika wurden ausgewählt, weil beide Regionen extrem dünn besiedelt sind und es kaum Störsignale gibt. So können die Forscher in die Tiefen des Weltalls blicken: "Das SKA könnte ein Mobiltelefon in der Tasche eines Astronauten auf dem 225 Millionen Kilometer entfernten Mars erkennen", sagt Danny Price vom Curtin-Institut für Radioastronomie. Die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen sollen noch in diesem Jahrzehnt starten.

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