Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft besorgt über zunehmenden Extremismus

  • dts - 13. Juli 2020, 12:04 Uhr
Bild vergrößern: Deutsche Wirtschaft besorgt über zunehmenden Extremismus
Haus der Deutschen Wirtschaft
dts

.

Berlin - Die deutsche Wirtschaft warnt vor negativen Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch zunehmenden Extremismus. Die politische Stabilität und Weltoffenheit am Standort Deutschland seien wichtige Faktoren: "Auch deshalb entscheiden sich ausländische Unternehmen für ein Engagement in unserem Land", sagte der Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

"Extremistische Tendenzen sind daher Gift, auch für unsere Volkswirtschaft." Nach dem am Donnerstag vorgestellten Verfassungsschutzbericht stieg im vergangenen Jahr die Zahl extremistischer Straftaten in Deutschland deutlich an. Als größte Gefahr sieht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dennoch weiter den Rechtsextremismus. Schweitzer sagte, kaum eine Wirtschaft sei international so vernetzt wie die deutsche.

Allein in der Industrie hänge jeder zweite Arbeitsplatz am Export. Er gab hierbei zu bedenken, dass die deutsche Wirtschaft nach der Coronakrise wieder vermehrt auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sein werde. "Auch sie brauchen Signale, dass qualifizierte Menschen aus aller Welt in Deutschland willkommen sind." Andererseits hob Schweitzer positiv Deutschlands "ruhigen und sachlichen Umgang" mit Corona sowie rückläufige Zustimmungswerte an den politischen Rändern hervor.

"Im Vergleich zu anderen führenden Wirtschaftsnationen, wie etwa USA und China, gewinnt der Wirtschaftsstandort Deutschland dadurch sicherlich noch an Attraktivität", sagte der DIHK-Präsident. "Das können wir auch gegenüber unseren Handelspartnern und ausländischen Investoren betonen."

Weitere Meldungen

Flixbus will bei Maskenverweigerung notfalls Polizei rufen

Berlin - Das Verkehrsunternehmen Flixbus hat seine Fahrer angewiesen, bei renitenten Maskenverweigerern die Polizei zu rufen. Gegenüber Watson bestätigt ein Sprecher von

Mehr
DIW-Präsident besorgt über wirtschaftliche Situation in den USA

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat sich besorgt über die wirtschaftliche Situation in den USA geäußert. Europa

Mehr
BMW verzeichnet Verlust von 212 Millionen Euro im zweiten Quartal

Der Absatzrückgang infolge der Corona-Pandemie hat BMW im zweiten Quartal stark belastet. Der Autobauer verzeichnete einen Verlust in Höhe von 212 Millionen Euro, wie er am

Mehr

Top Meldungen

Hankook mit guten Zahlen in der Krise


Reifenhersteller Hankook erzielte im zweiten Quartal 2020 einen globalen Umsatz von umgerechnet rund einer Milliarden Euro. Trotz des weltweiten wirtschaftlichen

Mehr
Bund stundet Kreuzfahrt-Reedereien Milliardenbetrag

Berlin - Im Zuge des Corona-Hilfsprogramms für Kreuzfahrtreedereien sind bislang sechs Anträge auf Stundung von Schuldentilgungen eingegangen. Das teilte das

Mehr
Ökonom: Rentner sind Profiteure der Coronakrise

Berlin - Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise führen nach Auffassung des Ökonomen Bernd Raffelhüschen zu Ungerechtigkeiten im deutschen Rentensystem. "Während die Löhne

Mehr